am Mittwoch bin ich mit Lagerungsschwindel aufgewacht. Früher hätte mich nicht nur der Schwindel, sondern auch die Orga drumrum gestresst.
Allein die Überlegung, ob ich mich krank melde oder noch warte, hätte Energie gebunden. Heute war klar, als ich im Bad saß und schwankte: die Symptome sind eindeutig, also mache ich mal ein Lagerungsmanöver (das kannte ich glücklicherweise noch vom ersten Mal). Das hab ich dann auf der Couch gemacht und es wurde direkt besser. Okay beim zweiten Durchlauf hab ich mir dann ganz fürchterlich den Kopf an der Lehnenkante gestoßen, aber das ist ein anderes Thema 😅.
Während ich also um kurz nach 7 auf meiner Couch sitze und entscheide mich noch mal auszuruhen, denke ich: wie schön. Null Stress. Ich muss mich nicht krankmelden. Ich kann abwarten, wie es sich entwickelt. Klar, meine Aufgaben übernimmt keiner, aber das war auch schon als Head of HR so – denn mal ehrlich: wenn der Geschäftsführer oder Vorstand deine Vertretung ist, bleibt alles liegen, es sei denn es ist ne Kündigung oder ein Arbeitsunfall oder Post vom Gericht 😅.
Und ich spürte die Ruhe, Gelassenheit, Zufriedenheit und das Glück in mir. Die Entscheidung für mein Business war eine der besten meines Lebens. Ich hab den besten Job der Welt für mich erschaffen und mache ihn jeden Tag noch schöner.
Warum ich dir das erzähle? Nun, immer wieder höre ich die Zweifel, ob die Selbständigkeit oder das Unternehmertum wirklich richtig für die Frauen sind. Und don´t get me wrong: wir stellen uns immer wieder in Frage. Stellen die Art zu arbeiten, unsere Produkte, unsere Fähigkeiten oder auch mal „das Ganze“ in Frage, weinen, haben schlafslose Nächte – das ist so.
Aber mir fällt eine Sache auf. Es ist wichtig, dass du eine klare Entscheidung für dein Business triffst und zwar auf der Basis von Fülle und nicht aus dem Mangel heraus. Ich hätte auch entscheiden können mich selbständig zu machen, weil ich keine Wertschätzung bekam, weil ich mich nicht zugehörig fühlte, weil das System nicht zu mir passte oder alle anderen – männlichen – Führungskräfte einen Firmenwagen hatten und ich nicht.
Wenn es in deinem Business – egal, ob Haupt- oder Sidebusiness – aktuell (noch) nicht so läuft, wie du es dir wünschst. Wenn es sich zäh oder schwer anfühlt. Wenn du mehr arbeitest, als du eigentlich gern würdest, hab ich ein paar Coachingfragen für dich im Gepäck.
Coachingfragen
- Warum hast du dich selbständig gemacht? (Vergangenheitsperspektive)
- Wozu bist du selbständig? (Zukunftsperspektive)
- Wenn du dich heute noch mal selbständig machen würdest, warum und wozu würdest du es heute tun? (Veränderungsperspektive)
- Willst du dein Business noch?
- Was gefällt dir daran? Was ist das, was dir am meisten Freude bereitet? Was würdest du gern weiter machen?
- Was gefällt dir weniger? Was würdest du gern ändern, wenn du es für möglich halten würdest?
Kleiner Fun Fact. Ich hab schon mehrfach gedacht ich würde „mein ganzes Business in die Tonne treten“ und hab mir genau diese Fragen gestellt. Das Ergebnis zu 4.1 war immer: Coachings, mein Club der Umsetzerinnen, Co-Workings, Workshops, Podcasts, Blog – also mein Kerngeschäft. Unter 4.2 landen immer administrative Dinge, die auch andere Menschen locker für mich übernehmen können und das gern tun. Also lautet meine Frage nur: wie kann ich möglich machen alle Aufgaben, die mir keine Freude machen, zu delegieren? Und daran arbeite ich täglich. Bis dahin stelle ich mir übrigens täglich eine zweite Frage: wie geht das einfacher? Denn mittlerweile liebe ich es Dinge zu vereinfachen. Früher war das in meinem Gehirn mit Langeweile = Gefahr verknüpft, aber die Geschichte erzähle ich dir ein anderes Mal.
Teil gern deine Gedanken dazu und beantworte, wenn du magst, auch die Fragen.
Freu mich auf deine Kommentare!
Herzliche Grüße, Miriam





