Finanzielle-Freiheit-Welche-Geschichte-ueber-Geld-willst-du-erzaehlen

Finanzielle Freiheit – Welche Geschichte über Geld willst du erzählen?

Geld verdirbt den Charakter, Geld ist dreckig (deshalb muss man hinterher die Hände waschen), Geld macht nicht glücklich und so weiter und so weiter.

Ich hab mit Nicole über Female Finance und vor allem über finanzielle Freiheit, die über Unabhängigkeit führt, gesprochen und wie wir zu der Frau werden können, die genau das erreicht. Einfach, auch wenn´s nicht (immer) leicht ist. Was braucht es auf den Ebenen Gedanken, Gefühle & Emotionen, Körper & Nervensystem, um dann ein Verhalten zu entwickeln, dass in genau diese Unabhängigkeit und Freiheit führt? Das und noch ne Menge mehr besprechen wir miteinander.

Wichtig: es ist nicht deine Schuld, wenn du noch nicht finanziell unabhängig bist und Affirmationen allein reichen nicht aus, sind aber super wertvoll für den Weg der Veränderung.

Viel Spaß beim Gucken, Hören oder Lesen.

Die Basis für diesen Blogbeitrag ist das Interview bei Nicole Christine Laebe zum Thema „Finanzielle Freiheit – Welche Geschichte über Geld willst du erzählen?“. Falls du lieber liest, findest du unten das Transkript der Aufzeichnung.

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Inhaltsverzeichnis

Welche Geschichte willst du über Geld erzählen?

Hallo und herzlich willkommen. Ihr wisst, dieses Format ist nicht nur für Frauen, aber ausschließlich von Frauen. Aber die Themen betreffen mit Sicherheit auch so ziemlich alle Männer.

Und heute haben wir wieder das Thema Finanzen. Das triggert mich in den letzten Wochen ganz, ganz arg. Ich habe da einige Webinare zugegeben und habe auch einiges an kleinen Vorträgen und Keynotes dazu gehalten, weil ich glaube, das Thema Finanzen wird immer noch sehr, sehr, sehr tot geschwiegen.

Und mein Gast heute ist Miriam Deborah Michaelsen. Und ja, du bist eigentlich Coach und Potentialentwicklerin für hochbegabte Frauen. Aber das Thema Finanzen hängt damit ja auch sehr stark zusammen, triggert dich auch sehr. Und das Thema heute ist finanzielle Freiheit. Welche Geschichte willst du über Geld erzählen?

Geld als Spiegel der Persönlichkeit

Ja, wie schön, dass wir wieder zum Talk heute zusammensitzen. Ich freue mich sehr auf das Thema. Und Geld ist aus meiner Meinung neben, ich sage mal, dem Elternwerden oder aber auch dem eigenen Business, der eigenen Firma so ein Thema, was so am schnellsten tatsächlich Persönlichkeit entwickeln kann, weil die tiefen Themen, die alten Themen, die Konditionierungsthemen dadurch einfach sichtbar werden.

Das heißt, je mehr wir uns damit beschäftigen, umso schneller können wir auch Entwicklungsprozesse anschieben und unser Verhalten verändern, was oft im Alltag so schwierig zu verändern scheint. Also auch Themen, die dann gar nicht mit dem Geld direkt zu tun haben. Aber wenn man es einmal anstupst, dann kommt was in Bewegung.

15% in unserer Gesellschaft sind hochintelligent

Ja, voll, total. Du hast es vorhin schon gesagt, ich muss eine Korrektur machen. Aber das ist so ein ganz typisches gesellschaftliche Korrektur. Ich arbeite mit hochintelligenten Frauen. Ich will das kurz einmal einordnen, weil immer, wenn ich das tue, werde ich ganz überrascht angeguckt, weil Menschen denken, naja, ich arbeite mit den Hochbegabten. Das sind so zwei Prozent der Gesellschaft. Das ist ja eher eine Randgruppe mit irgendwelchen Randthemen.

Und wenn wir aber berücksichtigen, dass zusätzlich 13 Prozent überdurchschnittlich intelligent und somit 15 Prozent hochintelligent sind, dann verändert sich die Perspektive und das Framing auf einen Schlag.

Und die Wissenschaft und die Forschung, das ist ja der Bereich, mit dem ich mich beschäftige, sind nämlich die Umsetzungsherausforderungen. Was macht es im Alltag so schwierig, mit etwas anzufangen, dran zu greifen oder auch mal fertig zu werden, etwas abzuschließen? Und die ganzen Herausforderungen, die wir ursprünglich aus der Hochbegabung kennen wie Verzetteln, Perfektionismus, Selbstzweifel, die sehen wir halt nicht mit dem Strich 130 beginnen. Die hält sich nicht an die Statistik, sondern schon in der ganzen Range davor.

Deswegen finde ich es so, so wichtig, dass wir uns unterschiedliche Themenbereiche angucken und anfangen zu überlegen, woran liegt es denn, dass wir mit etwas nicht anfangen, dranbleiben oder fertig werden? Und Finanzen ist eben ein Thema. Ein ganz tolles Thema, ja. Genau.

Woher kommen unsere Glaubenssätze über Geld?

Ja, also ich glaube, wir haben alle unsere Geschichte mit Geld. Wir haben sie alle mitbekommen. Wir haben sie auch. Wir sind nun mal ein christliches geprägtes Land. Wir haben die über Jahrhunderte, Jahrtausende in unseren Genen. Also nicht nur Vater, Mutter alleine sind dran schuld, wobei ich ja nie das Wort schuld mag. Das geht ja nicht. Aber es sind glaube ich ganz viele gesellschaftliche Normen, die uns dann leider daran hindern, Geld als das zu sehen, was es wirklich ist. Das ist nämlich Energie.

Und dann kommen so Sätze wie „na ja, aber Geld alleine macht ja auch nicht glücklich“ oder „also lieber arm und gesund als …“. Der Satz wird ja nie ausgesprochen. Also komm lieber arm und gesund. Uns geht’s doch gut. Also dieses Kleinhalten, dieses Zurückhalten mit Themen. Du wirst noch genügend Glaubenssätze auch kennen.

Und die haben wir alle mitgenommen. So krass, der Geld verdirbt den Charakter. Und na klar, die Reichen haben es ja alle von dem des anderen weggenommen. Also alles unehrenhaft, alles nicht wirklich seriös und ehrlich. Und dann ganz, ganz früher ergeht ein Nadelöhr, dass ein Reich an den Himmel kommt, was die Leute nicht wussten, dass das Nadelöhr eben nicht das Nadelöhr einer Nähnadel war, sondern ein Türbogen, ich glaube in Jerusalem, wo eben ein Mensch, ein Mann durch, gerade sehr klein, ein Mann gerade durchgehen konnte, aber ein größeres Kamel eben nur sehr schwierig oder gar nicht. Und aber das hat sich dann eben über Jahrtausende irgendwie festgehalten, dass es eben, dass wenn du reich bist, dann bist du ein schlechter Mensch. Punkt. Das wollen wir ja nicht sein. Wir Frauen schon gar nicht. Wir Frauen wollen helfen. So, dann entwickelt sich das eben so.

Konditionierung in der Kindheit: Geld ist dreckig

Ja, und diese Glaubenssätze, die wir heute noch denken, können wir denken, weil sie, wie du eben gesagt hast, über Jahrhunderte und Jahrtausende geprägt und konditioniert worden sind und tatsächlich dann häufig gar nicht unbedingt bewusst hinterfragt werden, zumal wir die ja lernen in einer Zeit, in der wir noch keine Reflexionsfähigkeit haben. Man sagt etwa bis zum achten Lebensjahr, also die ersten sieben Jahre. Und wir bekommen das natürlich auch schon über unser epigenetisches Material Freihaus auf dem Silbertablett mitgeliefert.

Genau. Ich habe zum Beispiel so die letzten Jahre mich viel mit dem Thema Börse beschäftigt und habe zum Beispiel früher immer gehört oder hören wir auch immer noch, wenn wir im Bekanntenkreis da mit Menschen sprechen, die da keine Berührungspunkte oder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Börse ist zocken. Kannst gleich ins Casino gehen. Ist genau so.

Genau. Ganz genau. Ja, was ich zum Beispiel immer gehört habe. Die Kombination aus reich und Schnösel, reiche Schnösel. Und ich habe immer gedacht Okay, Schnösel, kennst du das? Du hast keine Ahnung, was der Begriff bedeutet als Kind. Aber du weißt, das will ich nicht. Willst du nicht sein. Das ist nicht genehm. Irgendwie was Blödes.

Und ich kann mich auch supergut noch an eine Überzeugung oder an einen Satz erinnern. Der hat sich dumm und dusselig verdient. Oh ja, das ist auch ein Begriff. So, jetzt überleg doch mal, was passiert denn in so einem Kindergehirn? Jetzt mal rein kinderlogisch gedacht. Ach du Scheiße, wenn ich viel verdiene, werde ich dumm und dusselig. Dumm und dusselig.

Stimmt, den Satz, klar, den kennen wir alle. Ja, logisch. Ja, oder auch, das ist mir letztes Jahr aufgefallen, als ich mit meinem Papa in einer ganz tollen Ausstellung in einem kulturhistorischen Museum war. Da ging das um, ich sage mal ganz, ganz grob Königspaläste und die Städte, die sich darum entwickelt haben, die letztendlich ja quasi Arbeiterstädte für den Palast waren. Und da kam der Begriff und das war wirklich wie so ein Träger. „Ja, die normalen Menschen hatten das ja nicht.“ Genau. Goldthaler zum Beispiel. Und ich so: „wow, Papa, weißt du, was du da gerade gesagt hast?“ Wenn du das schon früher immer gesagt hast, dann hat sich in meinem Kindergehirn damals entwickelt, viel Geld zu haben ist nicht normal.

Und es ist strebsam, zu den normalen Menschen zu gehören, weil jetzt mal ganz ehrlich, wer will denn zu den unnormalen Menschen gehören? Ja, welches welches Kind will unnormal sein? Also das will doch irgendwo, also Freunde haben da zugehören und von den Eltern gemocht werden. Natürlich weiß ein Kind damit nichts anzufangen. Aber es weiß, Geld anfassen macht meine Hände schmutzig. Geld ist dreckig. Geld ist dreckig, ja. Und ich muss das in einem Portemonnaie separieren, damit der Dreck nicht zu mir kommt. Und wenn ich das angefasst habe, muss ich mir die Hände waschen. Ist doch total klug, das dann so schnell wie möglich immer loszuwerden. Weil dann habe ich ja das Risiko nicht.

Glaubenssätze haben uns damals beschützt, aber passen sie heute noch?

Absolut, ja. Das ist tatsächlich, dieses Kind kann ja, also in der Prägefase, das kann ja gar nicht filtern. Das kann ja gar nicht entscheiden. Und das ist mega klug. Ich sage auch immer, ey, nichts gegen unsere Glaubenssätze. Weil die haben uns alle unseren Hintern gerettet.

Und ich glaube, es gab auch Zeiten, wo dieses Händewaschen, gerade mit Keimen, wirklich sehr wichtig war. Wo es eben noch keine Antibiotika gab. Das ist ja alles nicht erst seit den 70er Jahren. Das ist ja viel, viel, viel länger her. Und von daher haben uns diese Glaubenssätze ganz oft, denke ich, unser Leben gerettet. In der Vorzeit. Vielleicht auch noch heute. Aber wir müssen fragen, passen die denn jetzt überhaupt noch? Dass man sich als Kind angenommen hat, passt das noch zu der Erwachsenen, Nicole? Oder ist es völlig, ja? Ja, absolut. Ja.

Schuld und Scham: Die emotionale Seite von Geld

Und du hast vorhin auch einen Punkt angesprochen. Ich schreibe ja immer direkt mit, wenn mir irgendwas einfällt. Das ist ja mein schnelles, vieles Denken. Schuld ist das eine. Und Scham ist das andere. Und wir wollen ja beides nicht so richtig gerne fühlen.

Ja, unangenehm. Und wir dürfen das einfach Stück für Stück lösen, dass natürlich an Geld auch Schuld und Scham steckt. Also gerade auch, wenn wir zurückgucken, beziehungsweise auch in der aktuellen Zeit noch, in der Schuld von jemandem stehen, der einem Geld geliehen hat. Ja, Schuldstein, Schuldner, genau. Oder auch die ganzen, ja, ich sage mal, Machtstrukturen rund um Geld. Macht ist nicht das Problem. Der Machtmissbrauch ist das Problem an der Macht.

Und kommen wir zurück auf uns Frauen. Das ist natürlich in dem historischen Kontext, wenn wir uns den angucken, ist das in unseren Systemen, also quasi im weiblichen System, natürlich viel stärker verankert, dass Frauen vor uns und nach wie vor auch immer wieder Opfer von Machtmissbrauch durch, beziehungsweise in Zusammenhang mit Geld werden. Und häufig gehen die Frauen dann in die Ablehnung gegen Geld. Statt gegen den Missbrauch. Genau, weil es die Verknüpfung gibt.

Ich sage auch nicht, das ist mal so eben zu lösen. Gar nicht. Das ist ja ein kollektives Thema. Das ist in unseren epigenetischen in unserer Epigenetik drin. Das ist was, was richtig tief sitzt. Aber was ich damit sagen will, und ich glaube, da sind wir uns super einig, sich von der Schuld und von der Scham zu lösen, ist total wichtig. Und sich das bewusst zu machen, dass es auch nicht unsere Schuld ist oder die Schuld der einzelnen Frau, dass sie diese Gedanken über Geld hat, ist auch wichtig, um sie loszulassen, um sie zu transformieren. Ja, das ist tatsächlich mehr auch eine Frauensache, gerade Schuld und Scham mit Geld.

Wenn Frauen mehr verdienen als ihre Partner

Dieses unangenehme Gefühl, stell dir mal vor, du verdienst mehr als dein Vater. Oder mehr als dein Freund, dein Ehemann. Ich kenne beides. Ja, ich kenne beides. Vor allem jetzt gerade, ich habe es in der Beziehung, und ich muss zu meiner Entschuldigung sagen, ich war damals noch in den 30ern. Ich wusste es noch nicht besser, muss ich mal ganz klar sagen.

Da hat irgendwann mein Lebensgefährte damals meinen Gehaltszettel gesehen und hat sich tierisch aufgeregt, dass ich mehr verdient habe. Und dann habe ich mich dafür noch entschuldigt und gesagt, du, aber ich bin doch privat versichert, du nicht. Das kam ja nämlich irgendwann. Das heißt, mein Arbeitgeber zahlt mir die Hälfte des Krankenkassenbetrags, der damals schon bei 600 Euro war, dazu. Und dann kommen diese ganzen 650 Euro, die kommen dann netto von meinem Konto wieder runter. Das ist doch völlig Quatsch.

Aber ich habe mich dafür noch entschuldigt. Jungs, ihr müsst euch das mal vorstellen. Heute würde ich sagen, es ist doch hervorragend, dass deine Frau oder deine Freundin Geld verdient. Das ist doch super. Können wir uns gar nicht mehr leisten. Das ist immer noch in den Köpfen drin, dieses sich nicht trauen zu sagen, „hey, ich verdiene mehr als du.“

Und das ist glaube ich jetzt gerade gesellschaftlich gerade richtig krass, weil jetzt fangen Frauen an ihr eigenes Geld zu verdienen. Sie haben die Möglichkeit, sie können studieren, sie haben Bildung, sie haben Zugriff dazu. Das war vor vielen Jahrzehnten, so lange her, noch nicht der Fall. Meine Mutter hat noch gelernt, von ihrem Vater, mein Opa war Lehrer, also eigentlich keiner der Dümmsten. „Was willst du denn lernen? Du heiratest doch sowieso.“ Das ist meine Mutter. Gut, die ist jetzt 90 geworden, das ist schon ein paar Jahrzehnte her, aber nicht, dass man sagt, es ist so im Mittelalter. Nein, nein, es ist alles noch recht zeitnah, eine Generation vorher.

Und wir erleben jetzt gerade, und das finde ich eigentlich hoch dramatisch, junge Frauen, und ich bewundere sie, die würde ich sagen, „hey, ich mach mein Ding“. Und dann erleben wir junge Männer, die damit gar nicht klarkommen und die auf einmal, es gibt Gewalt gegen Frauen, wo ich denke, vor 20 Jahren gab es die da auch schon so. Ich weiß es nicht. Jetzt hat gerade jetzt, glaube ich, gestern ein Mann in Hamburg, sich selber und eine Frau, die er wohl gar nicht kannte, mal eben vor die U-Bahn gestoßt, beide tot. Hat sie geschnappt, hat noch mit ihr geredet, sie hat sie geschnappt, dann sind sie beide vor die U-Bahn gesprungen.

Da denke ich mir so, was ist mit der Welt los? Also, was geht in Männern vor, die sowas tun, wie viel Frust, weil die ja auch ihre Glaubenssätze haben, was sie zu tun haben, wie sie zu sein haben als Mann und welche Macht sie ausüben sollten, und jetzt kommt eine Frau und sagt, äh, ich kann es aber auch. Wahnsinn, oder? Was da gerade passiert.

Männliche und weibliche Energie: Geld empfangen und umsetzen

Was viele dabei tatsächlich aus meiner Sicht vergessen zu betrachten, weil wir immer in, ich sag mal, biologischen Geschlechtern denken, ist die Energie, also ist die Frequenz. Und wir tragen alle die männliche und die weibliche Frequenz in uns. Umsetzen wäre nicht möglich, wenn ich nicht die männliche Energie leben würde. Empfangen könnte ich nicht, wenn ich die weibliche Energie nicht leben würde. Und beides ist für das Thema Geld total wichtig, weil ich einerseits in die Initiative gehen muss, um umzusetzen, und ich darf, beziehungsweise muss aber auch, in die empfangene Position gehen, weil sonst kommt Geld nicht zu mir.

Das ist erstmal keine spirituelle Geschichte. Wenn wir beispielsweise auf berufliche Situationen gucken, ich hab ja früher als Personalleiterin gearbeitet, wenn ich ein Beförderungsangebot gemacht habe, dann war das natürlich ganz initiativ. Unser Thema sind ja die Frauen, nicht weil wir die Männer nicht mögen, aber weil wir die Frauen supporten wollen. Wenn dann ein Beförderungsangebot, was mit einem höheren Gehalt verbunden war, nicht angenommen wurde, mit welchen Argumenten auch immer, dann hat die Frau das nicht empfangen. Das heißt, sie hat quasi die Tür zugemacht gegen das Mehr an Geld, gegen das Mehr an Verantwortung. Und das ist das, was wir dann sozusagen auf der Management-Ebene sehen. Wir müssen an das kommen, was dahinter steckt, um die Management-Ebene zu verändern, also um das Verhalten zu verändern.

Die eigene Geschichte: Wenn Angst das Verkaufen verhindert

Ich kann mal eine Sache von mir erzählen. Am Anfang, als ich mit meinem Online-Business anfing, hatte ich total Angst, mit mir noch unbekannten Kundinnen zu arbeiten. Und irgendwann habe ich gedacht, das ist aber schwierig. Wie will ich denn eine Liste aufbauen über Werbeanzeigen? Wie will ich denn meine Räume vollbekommen? Das würde ja bedeuten, ich müsste alle Frauen, die mit mir arbeiten dürfen, schon kennen, um die Tür zu öffnen, damit sie mit mir arbeiten dürfen. Das ist ja erst mal eine utopische Feststellung.

Um den Prozess abzukürzen, sozusagen make a long story short, es war dann ganz klar, dass ganz tiefe Ängste, tiefe Überzeugungen, dass es gefährlich ist, mit unbekannten Menschen zu arbeiten, in mir steckten, die darauf wirkten, dass ich die Tür nicht öffnete für Frauen, die mir unbekannt waren. Und auf der Management-Ebene, was habe ich gemacht? Ich habe nicht verkauft. Als ich das gelöst habe, habe ich verkauft. Die Frauen kamen und ja, die meisten sind begeistert von meiner Arbeit. Freue ich mich tierisch drüber. Einige sind nicht so begeistert. Die gehen dann wieder. Das ist das Einzige, was an der Stelle passiert. Aber ich muss halt auch bereit sein, diese Situation halten zu können, dass sich dann jemand wieder gegen mich entscheidet. Das ist so die Hidden Agenda, die dahinter steckt. Die wir erst gar nicht sehen, wenn es um Geld geht.

Geld an andere abgeben: Der Bänker-Mythos

Absolut. Und das finde ich total wichtig. Du hattest auch, was ich immer sehr spannend finde, was vielen nicht so bewusst ist, in unserem Vorgespräch hast du auch, das fand ich ganz irre, dass wir gerne als Frau das Geld abgeben, entweder an den Partner, weil der hat es ja genetisch sowieso drauf, oder an den Bänker. Genau, der hat es ja in der Genetik, Männer ja sowieso. Oder an den Bänker. Und das ist immer für mich so dramatisch. Das hat mich immer schon geärgert.

So ein Bankangestellter hat deutlich weniger verdient als ich. Und dann waren das auch noch alles junge Männer oder junge Frauen, die 20 Jahre jünger waren als ich. Die waren wirklich aus der Lehre raus, vielleicht auch in den 20ern, wenn überhaupt. Und die sollten mir dann was über mein Vermögen erzählen.

Und ich weiß aus meiner eigenen Geschichte, also ist jetzt lange her, ich habe mal ursprünglich was ganz anderes gelernt, Augenoptik, trotz Abitur drei Jahre Lehre. Drei Jahre. Zur selben Zeit, die Banklehrlinge, Azubis im Bankwesen, die haben nur zwei Jahre gelernt mit Abitur. Das heißt, die haben noch ein Jahr weniger als ein publiker Handwerksberuf, der übrigens nicht gut bezahlt wird, ein Jahr weniger gelernt. Und dann irgendwann kriegen sie ihre Mappe und dann sollen sie mich über mein Vermögen beraten. Ja, die können vielleicht das Banksystem, aber die können nicht Geld. Aber wenn sie es könnten, dann wären sie nicht in einem billigen Anzug in einem Büro bei der Bank. Dann wären sie selbst völlig finanziell frei und würden gar nicht arbeiten. Oder nicht mehr in diesen Strukturen arbeiten müssen.

Das System verstehen: Spielregeln kennen und bewusst entscheiden

Und da habe ich immer so gedacht, boah, das ist auch so ein Thema, diese Gläubigkeit, dass die Bank mir was Gutes will. Die Bank will verkaufen. Das ist generell, ich komme selber 20 Jahre Vertrieb, ich habe ja diese Vertriebserfahrung. Verkaufen ist generell erstmal überhaupt nichts Ehrenhabendes, nichts Unehrenhabendes, gar nicht. Das heißt, der eine hat einen Bedarf, ich habe die Lösung dafür und dann matcht das zusammen.

Aber ich muss mir halt bewusst sein, dass ich tatsächlich, wenn ich das alles einem Banker übertrage und keinerlei Wissen mitbringe, keinerlei Kontrolle, keinerlei Interesse daran habe, dass dann immer nur ein Teil des Geldes bei mir bleibt, weil der andere wird in die Bank fließen. Die machen das nämlich nicht umsonst. Die machen das nicht, weil sie mich so nett finden, weil ich ja so eine nette Frau bin. Nein, die machen das, weil sie ihre großen Gebäude in den Innenstädten finanzieren müssen. Das sind nämlich Mietpreise, die wir uns gar nicht vorstellen können. Die müssen finanziert werden. Das muss ich mir bewusst machen. Das ist nicht nur nett.

Und ich glaube, da wird es Zeit, dass wir uns alle einfach trauen, mal dahinter zu gucken. Warum habe ich da so eine Blockade? Warum traue ich mich da nicht ran? Warum ist das für mich zocken? Und warum sind es immer nur die anderen, die an der Börse Geld machen und warum nicht ich?

Absolut. Und mir ist auch immer wichtig zu sagen, es geht gar nicht um entweder oder. Es geht nicht darum, entweder zu einer Bank zu gehen oder das alleine zu machen. Sondern tatsächlich das System, egal welches System wir betrachten, ob wir einen Staat oder ein Bankensystem betrachten, als das zu betrachten, was es ist, ist erst mal ein System. Und sobald wir verstehen, welche Mechanismen in diesem System ablaufen, können wir uns bewusst entscheiden. Es ist so ein bisschen wie bei einem Brettspiel. Es gibt Spielregeln und ich kann mich entscheiden, will ich mich regelkonform verhalten, will ich gegen die Spielregeln verstoßen oder will ich das Spiel vielleicht gar nicht spielen.

Aber wenn ich diese Möglichkeit der Systemdraufsicht und auch Alternativen gar nicht habe, also ich bin auch, ich hatte auch den Bausparvertrag, ich hatte die private Altersvorsorge meiner Banken und Versicherungen und kleiner Spoiler vorweg, heute habe ich nichts mehr davon. Ein Teil steckt in meiner Firma und der andere steckt an der Börse. Und für mich war es normal, zu einem kostenlosen Bankgespräch mit Kaffee, Keks oder Kuchen zu gehen. Und ich habe mich gar nicht gefragt, wie das System dahinter funktioniert und ob das für mich eigentlich passt.

Viele kennen die unabhängigen Honorarberatungen zum Beispiel gar nicht. Ich habe das erst mit Mitte 30 kennengelernt. Aber auch die, das ist genau das Gleiche letztendlich, die sind vielleicht flexibler oder haben einen größeren Radius, aber letztendlich ist da genauso der Verkauf. Das ist auch völlig legitim, es ist überhaupt nicht negativ. Auch die nehmen ihre Gebühren und verdienen daran. Muss man sich überlegen. Macht aber sicherlich vielleicht noch mehr Sinn als in einer sehr konservativen Bank.

Naja, in dem Moment, wo ich sozusagen eine Analyse in Auftrag gebe, hat das ja gar nichts mit Provisionen zu tun. Es gibt ja solche, die verkaufen Produkte und es gibt welche, die keine Produkte verkaufen. Ich habe mir damals alles analysieren lassen und habe dann die Entscheidungen darauf basierend getroffen, die dann auch sehr leicht waren, weil einfach die Rendite meiner Produkte unterirdisch war. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich das jedem rate. Auf gar keinen Fall. Es geht immer um die individuelle Situation, aber aus dem, was ich erlebt habe, finde ich es besonders wichtig, immer wieder zu sagen, lass uns hier mal Klarheit reinbringen, lass uns mal Bewusstheit reinbringen, um dann eine individuelle Entscheidung zu ermöglichen. Alle unsere Leben sind super unterschiedlich.

Der Impuls zum Mitnehmen: Die Gedankeninventur

Ja. Definitiv. Jetzt ist die halbe Stunde schon wieder fast rum. Was würdest du als Impuls mitgeben für die Frauen, jetzt oder danach, kann sich anhören, womit sollten sie starten? Was wäre der erste Weg, wo du sagst, da muss man jetzt nicht fünf Seminare und fünf Webinare und sieben Bücher und drei Podcasts gehört haben. Womit könnten sie anfangen? Was wäre der Punkt, damit loszulegen?

Ja, den gebe ich dir gerne. Ich würde danach gerne noch zwei, drei Dinge einordnen, weil ich glaube, dass sie sehr wichtig sind. Den Tipp, den ich mitgeben will, der ist relativ einfach und es nennt sich Gedankeninventur. Die Frage, was denke ich über Geld und was auch super hilfreich ist, was habe ich über Geld gelernt? Genau. Und wenn ich will, dann kann ich das noch ergänzen, von wem habe ich das gelernt und wenn ich da jetzt mal nüchtern drauf gucke, aus welcher Perspektive hat dieser Mensch mir das beigebracht? In welcher Situation steckt er selber? Hat mir das beispielsweise jemand beigebracht, der in einer Insolvenz steckte? Hat mir das ein Mensch beigebracht, der selber schon Millionär war? Also einfach mal einordnen.

Sei es einmal gucken, was denke ich? Was habe ich darüber gelernt und von wem habe ich das gelernt? Weil das letztendlich diese Bewusstheit reinbringt, die wir brauchen, um die nächsten Schritte zu gehen. Und die nächsten Schritte sind dann tatsächlich zu schauen, was fühle ich bei dem Gedanken? Wo spüre ich das im Körper? Und welches Verhalten löst das aus? Weil immer, wenn ich ein neues Verhalten will, darf ich mir erstmal bewusst machen, dass das immer beim Gedanken startet und dass es einen anderen Gedanken braucht, wenn ich ein anderes Verhalten erzeugen will. Also muss ich mir erstmal bewusst werden, welche Gedanken sorgen denn eigentlich jeden Tag dafür, dass ich mich so verhalte, wie ich mich verhalte, aber eigentlich nicht verhalten will? Das ist also der Tipp.

Dysfunktionales Verhalten in dysfunktionalen Systemen

Und ich möchte gerne eine Sache noch sozusagen du hast es schon angesprochen, das Thema Sicherheit. Es ist eine relativ einfache Gleichung. Ein dysfunktionales Verhalten in einem dysfunktionalen System ist hochfunktional. Das heißt, wir erreichen unser Ziel damit. Aber wir wollen ja in einem funktionalen System eine funktionale Strategie entwickeln. Und dafür dürfen wir verstehen, was dahinter steckt.

Du hast ganz am Anfang gesagt, dass ich mit hochintelligenten Frauen arbeite. Und wenn wir da noch mal ganz kurz drauf gucken, welche Merkmale hoher Intelligenz kennt die Wissenschaft? Und was sehe ich sozusagen an der Schnittstelle zwischen hoher Intelligenz, Umsetzungskompetenz und dem Thema Geld? Dann sind es vor allem die hohe Komplexität, in der hochintelligente Menschen, nicht nur Frauen, sondern auch Männer, denken. Das heißt, wir sehen schon mal viel mehr Möglichkeiten. Wir sehen viel mehr Risiken. Wir sehen viel mehr Konsequenzen. Und manchmal kann sich das anfühlen, als wäre das totales Chaos. Und da kann ich mich gar nicht entscheiden. Das ist wichtig. Und es geht nicht darum, die Komplexität zu reduzieren, sondern sie quasi in Form zu gießen.

Selbstwert und Geld entkoppeln

Das Zweite ist, und das sagt die Psychologie, obwohl ich, kleiner Disclaimer an dieser Stelle, ich bin Betriebswirtin, zweifach Coach und Trainerin für autogenes Training. Also ich habe viel Psychologie mitbekommen, aber ich bin keine Psychologin oder Psychotherapeutin. Aber was ich aus der Psychologie verstanden habe, ist, dass gerade Frauen aufgrund der historischen Konditionierung häufig den Selbstwert über Leistung an das Geld koppeln.

Und diese Koppelung, die muss raus. Und jetzt sage ich allen, die das jetzt hören, dein Selbstwert ist komplett unabhängig vom Geld. Ist unabhängig von deiner Leistung. Ist unabhängig davon, was jemand anders denkt. Was diese Leistung wert wäre, sagt nichts darüber aus, was du als Mensch wert bist. Weil dein Wert liegt immer bei 100 Prozent.

Aber das ist halt die große Herausforderung. Wenn dann noch selbst Zweifel dazukommen, dann haben wir, und das ist auch ein Merkmal hoher Intelligenz, dann haben wir das Thema Unterbezahlung. Nicht nur im Angestelltenverhältnis, sondern auch im Business mit allen Folgen bis Altersarmut, die es dann da bei den Frauen zu dem Thema gibt.

Es gibt eine Kombination, aber ich will nicht sagen, dass nicht hochintelligente Frauen diese Merkmale nicht haben. Das wäre nicht richtig. Aber aus der Forschung wissen wir, dass, je höher der IQ ist, desto größer sind eben auch die Risiken zu sehen und Selbstzweifel zu haben. Das heißt, der höhere IQ wirkt quasi als Verstärker dessen, was sowieso schon da ist. Verrückt, oder? Man denkt eigentlich nach, da ist doch jemand hochintelligent, der müsste das nicht immer durchschauen und das müsste doch ganz einfach sein. Nee, im Gegenteil. Es wirkt noch als Verstärker für diese alten Strukturen, für diese alten Glaubenssätze.

Das ist irre, ja. Und da wirklich den Step behind, also sozusagen hinter deinem Verstand zu machen und mal zu sagen, okay, interessante Perspektive, lieber Verstand, die du da so hast, lass mal miteinander in den Dialog kommen, ob das wirklich alles so stimmt, wie du das denkst. Und da wirklich auch spielerisch rangehen, weil es geht nicht um Druck, es geht nicht darum, dass man sich verändern muss und dass man jetzt irgendwie ein Thema für sich mastern muss oder so, sondern es geht auch, und du hast es ja auch gesagt, um Sicherheit. Sicherheit im eigenen Körper ist die Grundlage dafür, dass ich mich sicher mit Geld fühlen kann.

Und auch wenn einige, ich weiß, es wird belächelt, weil es im Moment viele Coaches sagen, Nervensystemregulierungskompetenz ist der absolute Schlüssel. Wenn ich ein dysreguliertes Nervensystem habe, was mich immer nur in Flucht, Kampf, Totstellen oder Anpassung treibt – Anpassung ist der vierte Mechanismus, den viele nicht kennen – und dadurch kann ich halt nicht bewusst und klar für mich entscheiden. Dann laufe ich auf Autopilot. Ja, logisch.

Was Filme uns über Geld beibringen

Also ich finde, das Thema darf sich wirklich jede Frau und auch jeder Mann übrigens, im Gegenteil, es darf sich jeder angucken und es darf auch jeder genau mal hinter die Fassade schauen. Ja, ich glaube wirklich, der erste Schritt ist, sich heute mal, das Wetter ist eh öselig und man hört es an meiner Stimme, das ist so ein bisschen Erkältungswetter, ein schönes Glas Wein oder einen schönen heißen Tee oder irgendwas zu nehmen und wirklich mal aufzuschreiben, was verbindet, welche Sätze zu Geld habe ich gehört, was ist eigentlich so, was haben meine Eltern gesagt, was glaube ich dann selber, auch wenn ich dann glaube, wenn mein Kopf sagt, ach, das ist doch alles. Nein, das ist eben, es geht unterbewusst rein.

Was ich tatsächlich auch mal ganz krass, ich habe es auch nicht selber rausgekriegt, das hat mir auch jemand gesagt, einer meiner Mentoren mal vor Jahren. Wir kriegen das ja auch noch durch die ganzen Filmindustrien mit rein. Der Lieblingsfilm sehr vieler Frauen, Titanic. Ich bin an diesen Film nicht rangekommen, ich gebe es ganz ehrlich zu, ich habe den noch nicht einmal gesehen, immer nur beim Rumseppen und bin wieder raus. Ich wusste es damals gar nicht, was mich abgestoßen hat, aber du kriegst es da, da kann dein Kopf hundert Mal sagen, ja, waren es die Titanic gesunken 1912 oder 1913 oder keine Ahnung, alles her, nein, was lernt dein Unterbewusstsein, du bist hoch emotional, also sehr empfänglich, Oberdeck, Eleganz, Kronleuchter, Reichtum, toll angezogene Menschen, aber keiner lächelt, es sind alles keine netten Menschen, da willst du nicht sein, unangenehm, man belauert sich, man belügt, man betrügt, Unterdeck, keine frische Luft, kein Licht, kein gar nichts, die Armen, die da ganz unten hausen und die nach Amerika wollen und dann irgendwo dieses, da ist liebe Freude, wenn man tanzt, man lacht, da will ich doch sein.

Und es gibt so viele Filme und wenn man wirklich mal guckt, das ist das System der meisten Oscar-prämierten Filme, weil es sind nämlich nicht die Blockbuster so die Schwarzenegger und Co, also diese Actionfilme, nein, es sind immer genau diese Filme, wo dir gezeigt wird, dass die Reichen eigentlich immer, das ist eine Firma, ein Mensch oder eine Familie, die immer irgendwo schlecht sind und der Gegenspieler ist ganz arm und ganz einfach und der wächst über sich hinaus, die Heldenreise, aber dieses System kriegst du immer mit. Das heißt, es ist nicht nur getan, dass du dir einmal bewusst wirst, du musst dir dann alle, was du wieder aufnimmst, immer wieder sagen, passt das noch zu meinem Glaubenssatz.

Und tatsächlich hatte ich schon ein anderes Gefühl zu Geld und hab da gesagt, warum ist das nicht mein Film? Ich bin doch auch eine Frau und ich müsste doch eigentlich jetzt auch sagen, wie schön, Avatar, genauso, Reich, Konzern gegen, ha, warum geht das nicht an mich? Und dann hab ich hinterher, als das dann jemand erklärt hat, gesagt, na klar, da war mein Unterbewusstsein doch schon einen Schritt weiter, hat gesagt, das willst du doch aber gar nicht mehr, das ist doch eigentlich total blöd.

Verrückt, ne? Und wir können uns nicht, das ist das Vertragte daran, wir können uns nicht dagegen sträuben, weil wir kriegen es immer wieder irgendwo reingedrückt und das ist echt strukturell, das ist wirklich gesellschaftlich ein Thema, was ja auch vielleicht sogar so gewollt ist.

Geld und Streit: Wenn Vermeiden zur Strategie wird

Naja, und das zahlt ja dann auch auf die Antwort ein, was hast du über Geld gelernt? Natürlich. Und viele lernen ja zum Beispiel auch über Geld, dass es wegen Geld immer Streit zwischen den Eltern gab. Ja, oh ja. Und jetzt mal ganz ehrlich, wer will denn Streit erzeugen? Also übers Geld wegdrängen, gar nicht erst mit Geld befassen, dann gibt es keinen Streit mit meinem Partner, genau, soll er es doch machen, tricky.

Altersarmut: Warum es jetzt anfangen muss

Ja, meine Liebe. Ich sehe schon, da könnten wir noch mehrere Folgen machen. Das Thema ist wirklich so, ich finde es auch gerade in der jetzigen Zeit, wo wir eben auch in der schwierigen wirtschaftlichen Zeiten sind und wo eben auch viele Frauen wirklich feststellen, durch Trennung oder durch auch den Tod des Partners, dass sie damit auf einmal alleine klarkommen müssen, weil es geht gar nicht anders.

Ich glaube, es wird Zeit und was ich noch gehört habe, was mich auch extrem getriggert hat, gerade für Frauen, du kannst nicht erst mit 67 anfangen, weil Altersarmut beginnt nicht erst mit 67. Und der Fakt ist, dass über 20 Prozent der Frauen Gefahr laufen Gefahr, in die Altersarmut zu rutschen. Bei Männern sind es deutlich weniger. Man muss sich vorstellen, wenn man hier so 100 Frauen im Saal hat, dann kann man so abzählen, 1, 2, 3, 4, Altersarmut. Also ist das nicht krass? Jede fünfte Frau?

Absolut. Und die fängt ja nicht erst mit 67 an, die fängt ja an mit 20, wenn du ins Berufsleben startest, wenn du ins Studium startest, wenn du irgendwas in die Ausbildung kommst oder fertig bist, dann fängt es ja an. Damit legst du ja schon deine Weichen, damit schützt du die Weichen für dein restliches Leben.

Ja, und was tatsächlich uns in Deutschland fehlt, ist finanzielle Bildung. Ich würde sogar sagen, es fängt noch viel, viel früher an. Und uns fehlt tatsächlich auch – aber das wäre ein Fass, da könnten wir eine eigene Folge darüber aufnehmen – was wir lernen aus dem Umgang des Staates mit dem Geld und was könnten wir sozusagen im Vergleich mit anderen Ländern eigentlich daraus lernen und wie würde sich das auf Altersarmut auswirken? Aber wie gesagt, das ist keine Frage für zwei Minuten.

Verabschiedung und Ausblick

Ja, es war wieder gut, meine Liebe. Ich hoffe, wir können, damit viele inspirieren und viele motivieren, sich mit dem Thema zu befassen, auch wenn es angstbesetzt ist. Ja, das kenne ich, das ist so. Aber es macht auch Spaß und ich hoffe, wir konnten da ein bisschen Menschen erreichen. Und ich freue mich schon auf alle Kommentare dann unter dem Video. Absolut.

Ihr könnt mir auch gerne anschreiben, oder auch Miriam, wenn ihr Impulse dazu noch braucht, oder wenn ihr sagt, das hat mir jetzt geholfen, würde mich freuen. In diesem Sinne.

Ich auch total. Nächste Woche habe ich die Manuela Vollmer hier, mal einen kleinen Teaser vorweg. Da geht es um das Thema Verkaufen und warum Frauen so Bauchweh haben mit dem Thema sich und eine Ware zu verkaufen. Ist auch ein ganz spannendes Ding, was ich auch immer denke, wow, müssen wir mehr in die Öffentlichkeit bringen.

Und weißt du, was ich an dieser Stelle gleich noch einwerfen will? Wir verkaufen nicht uns, wir verkaufen eine Leistung. Ja, aber letztendlich verkaufst du immer auch, das sehe ich auch gar nicht als negativ, dich selbst. Wenn du dich bewirbst, dann verkaufst du deine Persönlichkeit. Und das ist gut so, weil ganz ehrlich, ich würde heute mit Sicherheit fragen, warum sollte ich für sie arbeiten? Warum darf nur der Arbeitgeber mich fragen, warum wollen sie gerade nicht hier arbeiten? Ich würde zurückfragen, toll, aber warum soll… Warum? Was macht sie aus, dass ich meine Lebenszeit dafür hergebe, um bei ihnen für Geld zu arbeiten? Ich verkaufe mich da genauso, logisch.

Von daher, spannendes Thema, auch nächste Woche wieder. Ich hoffe, ihr seid wieder dabei. Wer nicht live dabei ist, gar kein Problem. Es wird bei Just Be Unlimited natürlich als Podcast und als YouTube aufgezeichnet und dann auch, denke ich, in einer Woche hochgeladen. Meine Liebe, es hat mir wieder viel Spaß gemacht. Wir sehen uns in diesem Sinne. Allen ein schönes Wochenende und ich hoffe, ihr habt alle genug Streusalz. Es geht in einigen Städten ja wieder raus. Wir werden sehen. In diesem Sinne. Bis zum Wochenende. Tschüss.

Du möchtest mit deiner eigenen Gedankeninventur starten, weißt aber nicht genau wie?

In meinem Newsletter bekommst du regelmäßig praktische Impulse, die dich dabei begleiten.

Audiotranskript erstellt mit Turboscribe.ai.

Mein Name ist Miriam

Ich begleite Frauen dabei ihre eigenen Themen in die Umsetzung zu bringen – egal, wie schwer es erscheint.

Meine mosa·IQ Erfolgsformel:

Mindset(arbeit) + LifeDesign + Management = Umsetzungserfolg

Wir lösen gedankliche Blockaden, entwickeln einen Lebensentwurf, der richtig Freude bereitet und setzen dann das Management drauf, was dafür hilfreich ist.

Die Gemeinsamkeit aller Frauen ist einfach: sie denken schnell, viel und meistens in komplexen Zusammenhängen. Sie sind überdurchschnittlich intelligent – unabhängig davon, ob sie es schon wissen oder nicht. 

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Wir lösen gedankliche Blockaden, entwickeln einen Lebensentwurf, der richtig Freude bereitet und setzen dann das Management drauf, was dafür hilfreich ist.

Die Gemeinsamkeit aller Frauen ist einfach: sie denken schnell, viel und meistens in komplexen Zusammenhängen. Sie sind überdurchschnittlich intelligent – unabhängig davon, ob sie es schon wissen oder nicht. 

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