Jessica und ich haben über Gemeinsamkeiten hoher Intelligenz und Human Design Typen gesprochen. Im Podcast gehen wir auf typische Herausforderungen hoher Intelligenz ein, die man erstmal so gar nicht vermuten würde und für normal hält: Perfektionismus, Impostergefühl, Verzetteln, Ungeduld, Langeweile, 1.001, Scannerpersönlichkeit und viiiieles mehr.
Jessica ist Human Design Business Mentorin. Ihr Podcast richtet sich hauptsächlich an Unternehmerinnen und Soloselbständige sowie Gründerinnen, die sich ein Business auf der Basis ihres Human Designs aufbauen wollen. Jessica vertritt die Auffassung es gibt für jede eine Strategie und Systeme, aber nicht jede Strategie und nicht jedes System passen für jede. Und das ist nur eine von vielen gemeinsamen Perspektiven, die wir im Laufe des Podcasts entdeckt haben. Hier kommst du zu ihrer Homepage.
Viel Spaß beim Gucken, Hören oder Lesen.
Herzliche Grüße, Miriam
Die Basis für diesen Blogbeitrag ist das Interview bei Jessica Heinrich im Podcast Rise Higher – dein Human Design Podcast. Du hast die Wahl zwischen der Audiospur direkt über deine Podcastapp, die Folge als Videopodcast via YouTube sowie in Textform als Transkript. Alles direkt hier im Beitrag. Such dir deinen Favoriten aus.
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Weitere InformationenEinführung
Willkommen zu Rise Higher, deinem Human Design Podcast für eine neue Sichtweise auf Fülle,
Berufung und Business Erfolg. Lass uns gemeinsam unser Bewusstsein auf das nächste Level
heben und unsere Energie neu ausrichten. Bereit für die Frequenz der neuen Zeit.
Mein Name ist Jessica Heinrich, Human Design Mentorin, Business Visionärin und dein Host. Du
bist hier, weil du für mehr bestimmt bist. Mehr Tiefe, mehr Wahrheit, mehr du.
Also, let’s rise higher. Herzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge. Ich bin heute mal
wieder nicht alleine und zwar ist die liebe Miriam bei mir.
Und da freue ich mich, denn wir haben so ein tolles Thema für euch vorbereitet. Und Miriam ist
Coachin und sie macht auch Unternehmensstrategie für Unternehmerinnen und Soloselbstständige. Und sie hat eine ganz besondere Zielgruppe, auf die wir heute eingehen werden und zwar hochintelligente Frauen.
Und wenn du jetzt denkst, das betrifft dich nicht, dann bleib trotzdem dran, weil es wird sehr
interessant, kann ich dir nur sagen. Denn da gibt es viele Mythen und ja, da decken wir einiges
auf auf jeden Fall. Erst mal herzlich willkommen, liebe Miriam, hier im Podcast.
Vielen Dank, liebe Jessie, für die Einladung. Ich freue mich wahnsinnig. Ich freue mich auf dich,
ich freue mich auf die Folge, auf die Themen.
Wir haben so viele tolle Herausforderungen mit im Gepäck, sodass ich davon überzeugt bin,
dass das für unsere beiden Communities richtig, richtig wertvoll heute wird. Absolut. Und
vielleicht magst du dich jetzt am Anfang erst mal vorstellen.
Ich, mein Thema und Mythen rund um hohe Intelligenz
Wer bist du? Was machst du denn da genau? Wie bist du überhaupt auf diese Idee gekommen,
das zu tun? Nimm uns da mal mit rein. Ich will direkt am Anfang mit meiner Vorstellung den
ersten Mythos brechen, nämlich dass man nur hochintelligent sein kann, wenn man ein 1er Abitur
hat. Ich habe 3,3 und war mit 35 spät entdeckt, plötzlich hochbegabt.
Und bis dahin war ziemlich vieles ziemlich schwierig. Schule war schwierig, soziale Kontakte
waren schwierig. Ich fühlte mich ständig anders, dann irgendwann falsch und ganz am Ende, wie
gesagt, ich bin hier irgendwie auf dieser Welt komplett falsch.
Ich fühle mich wie ein Alien. Und dieses Lied I’m an Alien, das ist eigentlich für mich geschrieben
worden. Und man hätte in der Schule eigentlich schon erkennen können, dass ich hochintelligent
bin, hat man aber so nicht, beziehungsweise man hat nichts angestoßen, dass es getestet
worden ist.
Und ich bin von einer hohen Motivation damals in die Schule gegangen und vielleicht kennt das
auch die ein oder andere und war dann sehr schnell frustriert, wurde ausgebremst und habe
dann irgendwann gedacht, na ja, dann eben nicht. Und dann bin ich in den Rückzug gegangen.
Und damit fing eigentlich in Anführungsstrichen das ganze Dilemma an, weil ich meine ganze
Leistung nicht mehr nach außen gezeigt habe, sondern zurückgezogen habe, dann im
Bildungssystem in eine Minderleistung gerutscht bin, sodass ich meinen Schulabschluss fast gar
nicht geschafft hätte.
Und dann hat natürlich niemand, inklusive mir selbst, auch nur im Ansatz daran gedacht, dass
das irgendwas mit einer höheren Intelligenz zu tun haben könnte. Und das ist ein Mythos von
vielen und ich greife nachher noch mal ein paar auf. Genau, wir machen sozusagen einen kurzen
Sprung und dann baue ich den Mittelteil noch dazu.
Heute habe ich mir den besten Job der Welt geschaffen und darf mit Frauen, die schnell, viel und
in teilweise sehr komplexen Zusammenhängen denken, arbeiten. Die meisten sind tatsächlich
Unternehmerin und Solo-Selbstständige, aber das ist bei mir keine Voraussetzung, mit mir zu
arbeiten. Das können auch andere Herausforderungen sein, die man lösen möchte, zum Beispiel
in sozialer Interaktion.
Oder dass man auch andere eigene Themen umsetzen will, wie Romane schreiben, Instrumente
lernen, auch im Erwachsenenalter vielleicht eine neue Sprache lernen oder überhaupt überlegt,
will ich mich mit dem, was mich so brennend interessiert, vielleicht selbstständig machen und aus
einer Anstellung rausgehen. Und 50% der Frauen, die zu mir kommen, ich frage ja immer, wissen
vor der Zusammenarbeit nicht, dass sie eine hohe Intelligenz haben. Nur 50% kommen mit dem
Wissen, weil die schon einen IQ-Test gemacht haben.
Und viele fragen mich, warum eigentlich Frauen? Warum diskriminiere ich Männer? Und ich
diskriminiere Männer überhaupt nicht, finde Männer großartig. Aber, und jetzt kommt der
Mittelteil, ich bin nicht nur Coachin, sondern von Hause aus Betriebswirtin. Ich habe viele Jahre
als Personalchefin gearbeitet.
Ich sage mittlerweile lieber Head of HR, weil Personalleiterin ist so, das ist die, die eigentlich
immer nur kündigt und Abmahnungen ausspricht. Aber mein Herz hat immer für die
Personalentwicklung geschlagen und fürs Recruitment. Und zu schauen, wie können Menschen
in Teams gut miteinander arbeiten? Welche Dynamiken passieren in Unternehmen? Wie
funktioniert Kultur? Und wie können wir als Einzelner in Gruppen, aber auch als Unternehmen
wirklich einen Impact schaffen? Das war immer meine große Perspektive sozusagen.
Und im Laufe von ziemlich vielen Jahren als Personalleiterin habe ich ziemlich viele Gespräche
geführt. Unter anderem Beförderungsgespräche. Und ich kann das an dieser Stelle
pauschalisieren auf der Basis meiner Erfahrung.
Ich habe keinen einzigen Mann im Gespräch gehabt, der auch nur einen Augenblick gezögert
hat, ob er mein Beförderungsangebot annimmt oder nicht. Und ich habe auch keinen einzigen
Mann im Gespräch gehabt, der vorsichtshalber mit einem niedrigeren Preis angefangen hat zu
verhandeln, sondern eher erstmal eine Schippe draufgelegt hat. Aber ich hatte so unfassbar viele
Frauen in den Gesprächen, die sich nicht getraut haben, das Angebot anzunehmen.
Die lieber mit einem niedrigeren Preis reingegangen sind. Die lieber in eine Fachlaufbahn als in
eine Führungslaufbahn gegangen sind. Oder der Klassiker, den ich so oft beobachtet habe, dafür
brauche ich erst noch die nächste Fortbildung.
Ich traue mir das noch nicht zu. Und das ist ein anderer Mythos, dem ich immer wieder begegne.
Hochintelligente Frauen oder Menschen insgesamt, die wissen ja, was sie können.
Die Frauen, die zu mir kommen, unabhängig davon, dass sie gestandene Unternehmerin sind,
dass sie Führungskräfte in Firmen sind, dass sie solo selbstständig sind, ist komplett egal, haben
so viele Selbstzweifel an ihren Fähigkeiten und an ihrer Person und an den Zielen, die sie sich
stecken. Das würde keiner denken. Und deswegen ist mir das so eine Herzensangelegenheit,
auch immer und immer wieder darüber zu sprechen.
Unter anderem eben auch darüber, woran man das erkennen könnte, wenn man hingucken
würde. Weil vieles von dem, auf das wir heute noch gucken werden, wird überraschen. Was man
überhaupt nicht mit einer hohen Intelligenz in Verbindung bringt.
Jessys Selbsterkenntnis und die Überraschung, dass Merkmale hoher Intelligenz als Eigenschaften in den Human Design Charts zu finden sind.
Absolut. Und da haben wir im Vorgespräch schon ein bisschen gesprochen, weil wir haben uns
kennengelernt. Und wenn ich dich jetzt einfach nur mit dem Thema hochintelligente Frauen
gesehen hätte, hätte ich wahrscheinlich relativ schnell weggeklickt und gesagt, ja, das betrifft
mich nicht.
Und dann bist du gekommen mit den ganzen Merkmalen und dann dachte ich so, ups, da kann
ich ja irgendwie bei ganz vielem so einen Haken dran setzen. Deswegen wird das sehr
interessant, glaube ich, für alle, die zuhören. Und was wir heute auch noch machen werden, das
habe ich noch gar nicht verraten, und zwar haben wir uns auch Gedanken gemacht, wie könnte
hohe Intelligenz auch mit der eigenen Human Design Chart in Zusammenhang stehen? Was gibt
es denn dafür Überschneidungen auch? Da sind wir nämlich drauf gekommen, dass das sehr
interessant sein könnte.
Und vielleicht magst du uns auch noch verraten, was du für ein Typ bist im Human Design.
Natürlich. Und ich habe noch eine coole Anekdote dazu mitgebracht.
Als ich mein, als so ungefähr so vor 2, 3 Jahren anfing, mich stärker mit Human Design zu
beschäftigen und ich mal so eine ganze Analyse durchgelesen habe, viele Seiten, habe ich
gedacht, das ist ein Merkmal hoher Intelligenz, das auch, das auch, das auch, das auch. Und am
Ende dachte ich mir so, what? Wie kann das sein, dass die Dinge, die ich großartig an mir finde,
aber auch die Herausforderungen, die ich habe, sowohl zu meinem Human Design Chart
gehören, als auch Merkmale hoher Intelligenz sind? Da sind so krass viele Überschneidungen.
Und ich bin Generatorin, 2, 4, mit sakraler Autorität.
Und ich hatte schon immer, dass ich sofort wusste, es ist ein Ja oder es ist ein Nein oder es ist
ein Noch-Nicht. Ich habe aber ganz lange darauf nicht vertraut, weil viele Entscheidungen aus
dem Bauch heraus sich unlogisch anfühlten für meinen Verstand. Und der Aspekt des
Naturtalents in dem Profil, das ist auch etwas, was zu einer hohen Intelligenz passt.
Menschen mit einer hohen Intelligenz können sozusagen von Hause aus ganz viele Dinge ganz
einfach und sich total easy aneignen, häufig auch autodidaktisch, weil sie nicht so gut in so
klassische Systeme passen. Und das finde ich natürlich dann im Naturtalent auch wieder. Genau.
Warte mal, hast du noch eine Frage gestellt? Habe ich irgendwas unbeantwortet gelassen? Nee,
wunderbar. Das ist jetzt schon der erste Überblick. Wir gehen natürlich dann später noch ein
bisschen mehr rein.
Und was ich… Ich würde gerne noch auf einen Aspekt eingehen. Nämlich, du hast mich ja
eingeführt, Coaching und Umsetzungsstrategie. Da würde ich gerne noch einmal kurz einhaken.
Und zwar, weil sonst rücken wir ja von meiner Biografie auch wieder weg, und das ist auch total
passend. Obwohl ich Managementprofi war und nach wie vor bin, obwohl ich in Führung war im
Unternehmen, Multiprojektmanagement gemacht habe, Teams geführt habe, habe ich meine
eigenen Themen, Selbstständig machen, Roman schreiben, mich mit Finanzen stärker
beschäftigen, Sprachen lernen, Instrumente lernen, habe ich nicht umgesetzt bekommen. Und
ich habe mich total unzulänglich gefühlt und total an mir gezweifelt, weil ich immer gedacht habe,
das kann doch nicht sein.
Warum kriege ich das auf der Arbeit hin? In der Qualität? In dem Ausmaß? Und dann kriege ich
das, so platt gesagt, im Kleinsten nicht mal auf die Kette. Und heute weiß ich, das wusste ich
damals als Personalentwicklerin übrigens noch nicht, dass Umsetzung nichts ist, wo wir einfach
so reinkommen, wie das häufig so heißt, also komm doch einfach mal in die Umsetzung, mach
doch einfach mal, vielleicht auch noch mit dem Zusatz, könnte gut werden, sondern ein
Kompetenzbündel. Und immer wenn wir es mit Kompetenzen zu tun haben, ist klar, wir können
sie erlernen, wir können sie weiterentwickeln und wir können halt immer schauen und das habe
ich früher auch schon in der Personalentwicklung gemacht, wenn wir eine Kompetenz haben,
aber sie nicht anwenden können auf einen bestimmten Fall, dann gibt es dazwischen etwas,
würde man jetzt in der Personalentwicklung sperrig als Transferhemmnis bezeichnen und das ist
das, was mich heute motiviert bis in die Haarspitzen, diesen Punkt zu finden, warum gelingt
Umsetzung nicht, obwohl die Kompetenz da ist.
Und das ist das, wovon die Frauen, die mit mir arbeiten, extrem profitieren, weil es nicht mehr um
noch mehr Wissen geht, sondern um die Lösung der Herausforderung, weshalb sie entweder
nicht anfangen können, nicht dranbleiben oder etwas nicht abschließend zu Ende bringen
können. Mega gut und ich glaube, da triffst du wirklich einen Punkt bei ganz vielen, weil das hört
man ja immer wieder, man muss einfach umsetzen, man muss einfach tun und manchen fällt das
total leicht und andere struggeln da einfach immer wieder damit und da einfach eine Lösung auch
zu haben, ich glaube, das ist Gold wert, absolut. Ja und solange wir im Unternehmen sind und
das darf man sich auch noch mal bewusst machen, haben wir ja einen Rahmen, der von außen
gegeben ist.
Wir müssen uns an bestimmte Ziele halten, wir müssen uns an bestimmte Regeln halten, wir
haben vielleicht eine gewisse Berichtsstruktur, du wirst vielleicht in ein Team integriert und
arbeitest automatisch miteinander und vielleicht jemandem zu und du bekommst von jemand
anderem etwas und in dem Moment, wo wir entscheiden, unsere eigenen Themen umzusetzen
und wie gesagt, es ist egal, ob ich eine Sprache lernen oder mich selbstständig machen will, weil
die Prinzipien sind immer die gleichen, deswegen kann man zu mir auch mit allen Themen
kommen, obwohl natürlich die klassischen Business-Mentoren sagen, das ist keine spitze
Positionierung, das ist egal an der Stelle. In dem Moment, wo dieser Rahmen fehlt und uns das
nicht bewusst ist, wird es richtig herausfordernd. Die Freiheit, die wir dann haben und das wird dir
sicherlich ähnlich gehen wie mir auch oft, es lohnt sich sie bewusst zu begrenzen und zu
strukturieren, ohne dass es sich nach Freiheitsentzug anfühlt, sondern nach einem System, das
zu einem passt, damit es sich frei anfühlt, der Wert Freiheit vielleicht auch gelebt werden kann,
wenn man den in seinem System hat und man trotzdem diesen Rahmen hat.
Woran hohe Intelligenz oft erkennbar ist
Sehr guter Hinweis, da komme ich später nochmal drauf zurück, weil das wäre auch wieder eine
Überschneidung, die man da auf jeden Fall im Human Design feststellen kann und was ich jetzt
ganz spannend fände und was glaube ich auch die Zuhörer und Zuhörerinnen brennend
interessiert, sind, was sind denn jetzt Merkmale von hoher Intelligenz? Kannst du da mal so ein
paar raushauen? Ich weiß, es gibt ganz ganz viele, hast du ja vorher auch schon erwähnt. Was
sind aber so klassische, mit denen man vielleicht auch gar nicht so rechnen würde? Ja, also es
gibt unfassbare 126 Merkmale, die die Wissenschaft heute kennt. Als ich die Zahl gesehen habe,
habe ich gedacht, bitte jetzt im Ernst? Weil das, was man typischerweise kennt und das, was
sozusagen auch, wenn man jetzt sich die Gruppe von hochintelligenten Menschen anguckt, was
so der absolute Kern ist, die absolute Überschneidung, ist eine hohe
Verarbeitungsgeschwindigkeit in Kombination mit einer Reizfilterschwäche.
Und wenn das jetzt hier jemand hört, vielleicht mit ADHS oder niemand Autistin ist oder
hochsensibel ist, dann ist jetzt so bei Reizfilterschwäche wahrscheinlich gerade so ein kleines
Pop-up-Fenster gedanklich im Kopf hochgekommen. Moment, das kenne ich doch schon. Weil
das sehen wir in allen Neurodivergenten-Ausprägungen, dass eine Reizfilterschwäche vorliegt.
Das heißt, es kommen mehr Reize sozusagen durch und müssen verarbeitet werden. Das
geschieht zwar in höherer Geschwindigkeit, was dann aber häufig auch zu so einem Gefühl von
so einem inneren Overload führen kann. Und auch, dass wir pendeln zwischen einer hohen
Leistung einerseits und einer wahnsinnigen Erschöpfung andererseits.
Was aber immer wieder, und das sage ich auch immer, dass ich mich richte an die schnellen
Vieldenkerinnen, die auch noch sehr komplex denken. Und wenn du, die das jetzt hier hört,
vielleicht zweifelst, ob das zu dir passt, dann überleg mal, ob du schon mal so Zuschreibungen
gehört hast von anderen wie, du seist kompliziert, du bist anstrengend, du bist zu schnell oder
hektisch oder der Klassiker auch, du zerdenkst immer alles. Weil das ist sozusagen die andere
Seite und das ist tatsächlich die tatsächliche Herausforderung.
Also der IQ ist gar nicht die Herausforderung, sondern das, was andere über das Verhalten
denken von Menschen mit hoher Intelligenz und denen ja schon sagen, wenn sie noch klein sind.
Und das, was wir hören, wenn wir klein sind, ich bin zu schnell, ich bin anstrengend, ich bin
kompliziert, ich denke viel zu viel darüber nach, ich mache vielleicht alles komplizierter, als es
eigentlich ist. Wenn ich mich damit identifiziere, dann ist ja klar, dass der Selbstzweifel
vorprogrammiert ist.
Also es sagt ja jederzeit, es botschaftet ja jederzeit, so wie ich bin, bin ich nicht richtig. Und
gerade Mädchen und Frauen haben eine extrem hohe Anpassungsfähigkeit. Das ist eine
großartige Fähigkeit.
Wenn sie aber dazu führt, dass wir uns überanpassen und an Systeme anpassen, die gar nicht
für uns passend sind, dann entsteht Erschöpfung, dann entsteht Frustration, dann entsteht so ein
Gefühl von ich passe hier einfach gar nicht rein. Und das ist halt so typisch. Also schnell, viel und
komplex denken.
Ich sage mal, alle, die ein Zeugnis, egal ob Schulzeugnis oder Arbeitszeugnis, stehen haben,
sehr hohe Auffassungsgabe. Die sollten schon mal sehr hellhörig werden. Genau.
Und das ist auch ganz typisch für die Frauen, weil die Frauen sind häufig auch hochsensibel. Das
ist häufig etwas, worüber sie sich sehr schnell definieren können, wo sie sich sehr schnell auch
identifizieren können. Und wenn sozusagen beides in einem angelegt ist, bei mir übrigens auch.
Also ich bin sowohl hochbegabt als auch hochsensibel. Ich bin auch Synesthetikerin. Das heißt,
ich verbinde Töne mit Farben.
Ich dachte, das tun alle Menschen. Und dann pendeln wir zwischen einer hohen Leistung und
immer dieser Herausforderung, bloß nicht in die Langeweile rutschen, ganz viel kognitives Futter
fürs Gehirn zu bekommen, ganz viel Wissen anzueignen, ganz viel Input aufzusaugen wie ein
Schwamm und sind dann total erschöpft. Weil das dann für die hochsensible Seite viel zu viel ist.
Und das anzunehmen und nicht als Funktionsfehler zu verstehen, finde ich super, super wichtig.
Genau. Also Verarbeitungsgeschwindigkeit, schnell, viel komplex denken, das ist wirklich zentral.
Und dann gibt es Merkmale wie Perfektionismus, vorauseilendes Denken, sich immer mal wieder
verzetteln, viele Dinge anfangen, aber nicht dranbleiben, Selbstzweifel bis hin zum Imposter
wirklich ganz stark ausgeprägt, aber auch so großartige Dinge wie Ideenvielfalt,
Erfindungsreichtum, Kreativität. Also wie gesagt, es gibt da unfassbar viele Merkmale, die ich
auch einmal in einen Merkmalscheck, habe ich ihn genannt, gepackt habe. Wir haben das mit
einem Plugin so gelöst, dass es quasi wie eine Art Quiz oder wie ein Fragebogen ist, sodass man
sich selber einschätzen kann und mal gucken kann, Mensch, was denke ich denn über mich
selber? Und das Spannende ist, dass die Basis ist dafür die Wissenschaft und das geht
chronologisch durch.
Das heißt, du kannst auch überlegen, Mensch, wie war das eigentlich bei dir als Kind? Wie war
das bei dir in der Schule? Wie war das bei dir, als du angestellt warst? Genau, was kannst du da
herausfinden? Sehr cool, den verlinken wir natürlich, diesen Merkmalscheck, weil da kann jeder
mal für sich gucken und durchklicken, weil da sind, wie gesagt, ja noch einige Merkmale mehr.
Und was ich jetzt auch empfehlen kann, wenn wir jetzt auch gleich reingehen, nochmal so ein
paar Eigenschaften aufzugreifen von der hohen Intelligenz und das auch in Zusammenhang zu
bringen mit dem eigenen Human Design, wäre es auch ganz praktisch, du hättest deinen Chart
mit am Start. Also ich verlinke auch nochmal den Chartrechner, sodass man jetzt einfach auch
mitgucken kann für sich gleich.
Dass wir da jetzt so ein bisschen reingehen in einzelne Sachen, die du auch schon zum Teil
erwähnt hast. Also zum Beispiel dieses ganze Thema, man könnte jetzt auch sagen, ScannerPersönlichkeit, also so ganz viele Interessen, so ganz viele Ideen und dann vielleicht Sachen
anfangen, nicht zu Ende bringen. Das wäre jetzt beispielsweise im Human Design sehr klassisch
für einen manifestierenden Generator.
Also die sind da in der Regel in diesem Modus unterwegs. Heißt natürlich nicht, dass das nicht
auch bei anderen Typen der Fall sein kann. Also das ist jetzt auch nicht so, nur wenn du MG bist,
dann ist das so bei mir, sondern natürlich kann das bei einem Generator genauso der Fall sein.
Also dass da der Fokus, hatten wir auch schon, der Fokus fehlt. Also dieses Zerstreuen-Sein
vielleicht auch an der Herausforderung sein. Und was würdest du da jetzt quasi noch zu dem
Thema Scannereigenschaft? Das ist ja wirklich jetzt auch ein Merkmal von Hochintelligenten oder
würdest du da noch irgendwas ergänzen? Also es gibt die Menschen mit hoher Intelligenz, die
auch die Scannereigenschaft haben.
Und es gibt, sag ich mal, die Scanner-Persönlichkeiten, die keine hohe Intelligenz haben. Also es
gibt beides. Okay.
Genau, aber was wir bei hoher Intelligenz grundsätzlich sehen, ist so ein multithematisches
Interesse. Also ganz viele unterschiedliche Interessensbereiche und deswegen auch gerne viele
Themen in der Breite aufgestellt. Also für mich war zum Beispiel damals auch klar, wenn ich ins
Personal gehe, in den Personalbereich gehe, dann will ich nicht in der Personalentwicklung, in
der Ausbildung für kaufmännische Auszubildende, in der Ausbildung für Bürokaufleute A bis M
bearbeiten, sondern ich möchte alle Personalbereiche von der Einstellung über die Begleitung bis
zum Austritt und auch Arbeitsschutz und einfach alles machen, weil ich das spannend finde, mich
in viele Themengebiete einzuarbeiten.
Und das ist eben total typisch, sowohl für den einen Aspekt als auch für den anderen Aspekt.
Und in dem Zuge kann ich nochmal einen Mythos aufgreifen. Die mediale Darstellung zeigt
häufig Höchstbegabte.
Das heißt, wenn wir Dokumentationen sehen über Menschen mit einer hohen Begabung und
einer hohen Intelligenz, sehen wir in der Regel die 0,01 Prozent der Bevölkerung, die
höchstbegabt sind. Das sind die musikalischen Wunderkinder, die sich wirklich nur auf Musik
fokussieren. Oder wir sehen die Physik-Nobelpreisträgerin Marie Curie, die sich einzig und allein
darauf fokussiert hat.
Und dann hören wir vielleicht, zwei Prozent der Bevölkerung sind hochbegabt. Und wenn du jetzt
von 102 abzählen solltest aus deinem Umfeld, dann überlegst du schon sehr genau, wer könnte
das sein. Aber Fakt ist, 15 Prozent der Bevölkerung sind hochintelligent.
Das ist auch etwas, was ich nochmal in dem Begleit-PDF zum Merkmalscheck dann erkläre. Und
ich finde es gerade nochmal ganz wichtig an dieser Stelle, weil viele identifizieren sich mit der
Scanner-Persönlichkeit, mit der Scannereigenschaft, weil sie viele unterschiedliche Interessen
haben, weil sie eher nicht unbedingt bei jedem Thema in die Tiefe gehen wollen, sondern Lust
haben, sich breit thematisch aufzustellen und haben aber Sorge, sich mit einer hohen Intelligenz
sozusagen zu identifizieren. Und wenn wir jetzt wissen, dass wir 15 von 100 schon mal
auswählen können, dann ist die Wahrscheinlichkeit gerade sprunghaft gestiegen und dann fällt
es dir vielleicht auch leichter zu gucken, okay, wenn ich 15 von den 100 auswählen kann, dann
habe ich ein bisschen mehr Spielraum.
Vielseitigkeit, Fokus und ein Zeitkonzept, das wirklich passt
Absolut. Und das Schöne finde ich dann auch, also egal, ob jetzt beim Human Design oder wenn
man dann eben feststellt, ich bin wirklich hochintelligent, es geht ja dann darum, wirklich auch
Lösungen zu finden, beziehungsweise den Umgang damit einfach zu finden. Weil grundsätzlich,
wie du auch schon schön gesagt hast, sind ja immer Eigenschaften, die sind jetzt mal
grundsätzlich nicht schlecht.
Wir nehmen sie vielleicht als manchmal unangenehm oder als Herausforderung wahr, weil
gerade die MGs oder die, die halt einfach so vielseitig interessiert sind, die haben dann oft das
Gefühl, Mensch, die anderen können sich so gut fokussieren, die können so ein Thema
rauspicken, können dann Vollexperten werden, ich kann das irgendwie nicht. Also ich kann das
nicht, ich springe dann immer wieder ab, ich springe immer wieder zum Nächsten und
grundsätzlich ist das gar nicht das Problem. Also es ist nur der Umgang damit, die Einstellung
dazu oder was man daraus macht.
Und das ist dann einfach auch die Kurve, die man kriegen darf, glaube ich. Und da stelle ich jetzt
einfach auch mal, dass du das mit deinen Kunden dann auch machst, wie gehe ich damit richtig
gut um und wie kann ich diese Gabenzeit, die da ja auch drin steckt, wie kann ich das noch
besser zum Ausdruck bringen? Weil ich habe dann oft schon auch gehört von anderen
Menschen, weil ich bin auch sehr vielseitig, die dann zu mir sagen, Mensch, das ist so toll, ich
weiß, dich kann ich einfach so vielschichtig fragen zu so unterschiedlichen Dingen und ich weiß,
ich kriege eine ganzheitliche Antwort. Ich kriege nicht nur die Lupe auf irgendeine Sache,
sondern da kommen so ein paar Sachen, die mich dann weiterbringen.
Und das dann zu verstehen, hey, das ist ja eine Gabe. Das ist ja richtig cool. Damit kann ich ja
genauso strahlen, wie wenn jemand wirklich Experte nur auf einem Gebiet ist.
Es gab ja Zeiten, Jahrhunderte und Jahrtausende, da waren ja die Generalgelehrten, die von
allem was wussten, diejenigen, die auch so einen Sockel gestellt worden sind. Dann kam die
industrielle Revolution und dann war plötzlich das Expertentum da. Und das steht natürlich total
im Kontrast und du hast den Begriff des Fokus reingebracht.
Die Frauen, mit denen ich arbeite, profitieren extrem davon, dass ich sehr deutlich sage, Fokus
bedeutet nicht entweder oder. Fokus bedeutet nicht Begrenzung und Reduktion per se. Fokus
bedeutet eine Entscheidung für eine bestimmte Zeiteinheit, einen bestimmten Lebensbereich, ein
bestimmtes Fokusthema zu priorisieren.
Aber es bedeutet nicht, so wie viele das von uns auch gelernt haben, du musst dich entscheiden,
ob du Handball oder Fußball spielst. Du musst dich entscheiden, ob du Klavier oder Saxophon
spielst. Du musst dich entscheiden, ob du Latein oder Französisch nimmst.
Und ich sage ganz klar, wir finden ein Konzept für dich, dass du alle deine Themen unterbringen
kannst und innerhalb der Themen dann entscheidest, wo, wann, welcher Fokus liegt. Absolut.
Und dann erlebe ich ganz häufig so ein Aufatmen so, okay, ich darf alles machen.
Und ich darf auch zeigen, dass ich alles mache. Und das ist auch total gut. Bei mir geht es dann
eher um diese Themen Spitze Positionierung beispielsweise, was man ja immer so reingeprügelt
kriegt schon fast.
Und ich sage dann auch, es geht doch gar nicht darum, dass du jetzt nur noch die eine Sache
machen darfst, weil damit werden diese Menschen doch überhaupt nicht glücklich. Das
funktioniert doch nicht, auf Dauer zumindest nicht. Es geht doch nur darum, worauf fokussierst du
dich jetzt erst mal? Für eine bestimmte Zeit und für nach außen vielleicht auch.
Und was dahinter kommt, das kannst du ja dann ausbauen. Also da kannst du deine Vielseitigkeit
ausleben und so weiter. Also ja, sehr schön.
Ja, und sonst entsteht ja auch häufig Enttäuschung und Frustration. Also dass eine Entscheidung
schwer fällt, wenn Entscheidung immer bedeutet, dass ich etwas verliere, ist doch logisch. Also
schwer, Entscheidungen treffen zu können, ist zum Beispiel auch ein Merkmal hoher Intelligenz.
Und dann zu wissen, wie kann ich mich gut entscheiden? Und da hilft ja auch die Kenntnis um
das eigene Human Design Profil total gut. Wie treffe ich denn Entscheidungen und kann ich
dieser Entscheidung auch trauen, die ich da treffe? Und sich zu entscheiden, die eigene Vielfalt
zu leben, ist in der heutigen Zeit sicherlich eine Herausforderung, wenn wir uns vergleichen mit
denjenigen, die so ein Thema haben. Wenn wir uns aber davon lösen und hinten schauen und
gucken, was will ich denn eigentlich? Wer bin ich denn alles? Welche Anteile sind dann alles in
mir? Welche Themen interessieren mich dann? Um dann zu gucken, wie kann ich die alle in mein
Leben integrieren? Ich habe zum Beispiel im Februar einen Fokusthemen-Workshop gegeben,
wo ich mal ein bisschen Einblick gegeben habe, wie ich das eigentlich bei mir mache.
Also wie kriege ich mein Business, wie kriege ich meine Musik, meine Malerei, meine
Autorenbüro-Tätigkeiten, mein Trading an der Börse, meine unterschiedlichen sportlichen
Hobbys, wie kriege ich das verdammt nochmal alles irgendwie unter einen Hut? Und bei mir sind
es beispielsweise Fokusthemen, Tage oder auch Wochenenden. Ich muss nicht jeden Tag
malen, aber die Perspektive darauf zu haben, dass es ein Wochenende im Monat gibt, das dafür
reserviert ist, dass ich den ganzen Tag in Acrylfarbe beschmierten Klamotten durch die Wohnung
laufe und malen kann, so viel wie ich will, ist Gold wert. Das Wissen, dass ich einmal im Monat
einen ganzen Tag an meinem Roman arbeite und mich mit Literaturbetrieb beschäftige, ist mega
gut.
Es muss nicht jeden Tag sein. Ich sage immer, bei mir gibt es keine One-Size-Fits-All-Mützen,
weil die saßen schon früher scheiße. Es gibt einfach nur individuelle Konzepte.
Und dafür braucht es lediglich Offenheit und Bereitschaft. Und je mehr ich auch über mein
Human Design gelernt habe, ach, ich wollte dir noch eine Anekdote schenken, die mache ich
jetzt gleich, desto leichter fällt es mir auch, mich immer mehr auf das einzulassen, was ich als
Zeitkonzept entwickelt habe. Die Anekdote ist, ich bin 2010, das ist jetzt 16 Jahre her, das ist
echt crazy, das erste Mal mit Human Design in Berührung gekommen.
Das erste Mal meine Chart gesehen, auf einer Messe, noch mit so einem ganz oldschoolen
Drucker, den der da mit hatte, der höllelaut war. Ja, das war der erste Berührungspunkt. Dann
hat es aber, wie gesagt, noch total vier Jahre gedauert.
Selbstzweifel, Imposter und die Schutzlogik hinter Umsetzungsblockaden
Ich glaube, vor drei, vier Jahren habe ich angefangen, mich tiefer damit zu beschäftigen. Wir
hatten auch vorher schon ein Thema, das ich super interessant finde, weil man das eben, wie
gesagt, auch nicht erwarten würde im Bereich Hochintelligenz, und zwar die Selbstzweifel und
damit auch dieses Imposter-Syndrom, was da ja irgendwie mit zusammenhängt, also dass man
immer das Gefühl hat, ich kann noch nicht genug, ich weiß auch noch nicht genug, also immer
dieses Zweifeln an sich selbst. Und da haben wir auch eine Überschneidung gefunden, weil im
Human Design tendenziell ist es so, wenn das eigene Herz-Ego-Zentrum, wenn das offen ist,
dann ist es meistens oder bei den meisten Menschen so, dass da eher Selbstzweifel vorhanden
sind.
Also dass das einfach angelegt ist und gleichzeitig kann man aber in den offenen Zentren dann
auch wieder in die Meisterschaft kommen. Also es ist quasi das Thema, das einem gegeben wird
vom Leben und dann darf man damit arbeiten. Also da auch wieder in diese Selbstannahme zu
kommen, Selbstliebe auch, um das dann eben auch im nächsten Schritt auch nach außen tragen
zu können, also mit Selbstbewusstsein dann auch nach außen tragen zu können wieder.
Was hast du da für Erfahrungen gemacht? Ich möchte einen Begriff sozusagen ein bisschen
framen und zwei aussortieren. Ich höre häufig Imposter-Syndrom oder Phänomen. Es ist weder
ein pathologisches Bündel von bestimmten Aspekten noch ist es unbekannt, also es ist kein
Phänomen, sondern es ist runtergebrochen ein psychologisches Selbstkonzept.
Das heißt das Konzept, was du von dir selbst hast, das dich zweifeln lässt. Wenn wir das jetzt
kombinieren, je mehr ich weiß, also je höher die Intelligenz ist und je mehr Wissen ich mir
angeeignet habe und je komplexer ich Dinge verstehe und je mehr Komplexität beispielsweise
auch in der Welt ich sehe, desto größer wird das Bewusstsein darüber, was ich nicht weiß.
Absolut.
Das hat man sogar in der Psychologie wohl wissenschaftlich erforscht. Don’t ask me how, also
keine Ahnung wie das funktioniert, aber das ist wohl erforscht. Und dann ist es doch nur logisch,
dass je mehr Größe wir wahrnehmen können, wir uns sozusagen umso kleiner fühlen.
Und im Vorgespräch habe ich dir ja auch erzählt, ich habe unfassbar viel Vertrauen in mir selbst
entwickelt über die letzten Jahre und ich habe im Moment den Eindruck, dass umso mehr Zweifel
kommen. Und das ist, finde ich, ein ganz wichtiger Punkt und da würde mich gleich mal deine
Erfahrung aus deiner Praxis als Human Design Business Mentorin interessieren. Aus meiner
Perspektive geht es nicht darum, dass wir keine Zweifel haben, sondern aus meiner Perspektive
geht es darum, dass wenn ein Zweifel aufkommt, wir ihm auf Augenhöhe begegnen können,
ohne dass es darum geht, dagegen anzukämpfen, ihn wegzumachen, ihn rauszuschmeißen,
sondern uns wirklich mit ihm zu beschäftigen.
Immer in dem tiefen Vertrauen, das hat einen Grund und das wird mich weiterbringen. Absolut,
genau so, weil ich glaube, das ist auch was im Human Design, was manchmal missverstanden
wird, dass es gibt ja Schattenthemen und Gabenzeiten in jedem Aspekt von der Chart. Und jetzt
beispielsweise auch in diesem offenen Herz Ego würde man sagen, ja, ein Schattenaspekt ist,
dass man an sich selbst zweifelt oder das Gefühl hat, nicht gut genug zu sein.
Und dann will man irgendwie den Schatten wegdrücken, so gefühlt. Also das ist so eine
natürliche, was Natürliches würde ich sagen, wir wollen unsere schlechten Seiten in
Anführungsstrichen wegdrücken erstmal, so nee, nee, das bin ich nicht, ich bin ja nur die
Gabenzeite. Das funktioniert aber nicht in der Praxis, sondern was funktioniert, ist zu sagen, ja,
das ist halt so, jetzt gerade, in dem Moment, wo man es fühlt und das erstmal anzunehmen.
Erstmal ganz wertfrei anzunehmen, ja, ich bin gerade im Schatten, Punkt. Und es ist okay. Und
erst dann, wenn es okay ist, wenn ich damit fein bin und sag, ja, ich bin eben diese Vielfalt an
Schatten, an Gaben, ich bin alles, erst dann kann ich damit arbeiten.
Erst dann kann ich sagen, okay, jetzt lassen wir mal den Schatten da sein, das kann auch mal in
einem Moment total überwältigend sein, dann bin ich da halt mal eine Stunde in meinem
kompletten, alles ist doof und ich kann nichts mehr, ja, das ist okay. Und dann fange ich wieder
an zu sagen, okay, jetzt nehme ich diesen Zweifel mit an die Hand und was ist, wenn ich dann
trotzdem den nächsten Schritt weitergehe? Ja, also das ist auch meine Herangehensweise
tatsächlich, weil sonst haben wir das Problem, dass wir dann Dinge wieder unterdrücken,
Gefühle auch unterdrücken und das ploppt sowieso an der anderen Stelle wieder hoch, also
sprich, wir haben nichts gewonnen. Absolut.
Und die meisten Lösungen, die uns klassischerweise so im ganzen Business Coaching und
Mentoring angeboten werden, die finden wir ja alle auf der Management-Ebene. Da geht es dann
um besseres Aufgabenmanagement mit tolleren To-Do-Listen, besseres Projektmanagement mit
besseren Projektmanagement-Tools, um besseres Zeitmanagement mit besserem Kalender.
Aber wenn das alles nicht funktioniert, bedeutet das ja nicht und selbst Zweifel, dass ich nicht
funktioniere, sondern dass diese Tools für mich jetzt gerade nicht funktionieren und dass ich
herausfinden darf, warum nicht, in dem Wissen, dass das nächste Tool nicht die Lösung ist, nicht
der heilige Gral ist.
Ich habe am Anfang tatsächlich große Sorge gehabt, weil ich ja aus dem Management kam und
aus der Führung kam, dass die Frauen zu mir kommen, die jetzt die Management-Lösung
schlechthin wollen, die quasi also eher eine Unternehmensberatung haben möchten, kriegen die
auch, wenn sie sie möchten, steht nicht bei mir auf der Homepage, mache ich aber auch. Aber
da fange ich gar nicht an. Ich gehe immer erst mal, wenn irgendwas in der Umsetzung schwierig
ist, gehe ich immer erst mal an die Gedanken.
Was sind für Gedanken da, wenn du daran denkst, damit anzufangen, dran zu bleiben,
abzuschließen? Dann gehen wir auf die Gefühls-Ebene, wie du auch gesagt hast, die wirklich
anzugucken. Ich differenziere auch immer noch mal zwischen Gefühl und Emotion. Das ist für die
meisten am Anfang in der Zusammenarbeit ein bisschen tricky.
Ein Gefühl ist aus meiner Definition ein Gefühl, das adäquat ist im Hier und Jetzt. Keine Ahnung.
Ich habe grundsätzlich Angst vor Hunden, dann steht da plötzlich ein großer Hund vor mir und ich
habe Angst und es ist adäquat, weil ich nicht weiß, was der gleich macht.
Vielleicht knurrt der auch, also ist es durchaus angebracht, da Angst zu haben. Eine Emotion ist
ein Gefühl in der Vergangenheit, wo noch Energie dran gebunden ist. Und wenn jetzt eine
bestimmte Umsetzung bedeuten würde, ich nehme mal ein ganz konkretes Beispiel von mir.
Als ich anfing, in die Sichtbarkeit auf Instagram zu gehen, hatte ich unfassbare Angst. Sodass ich
wirklich in die Umsetzungsblockade gegangen bin, in den Widerstand gegangen bin, in den
Rückzug gegangen bin und gedacht habe, es kann so ein bisschen Angst machen und man kann
aufgeregt sein, wenn man die erste Story macht. Aber so krass? Was steckte dahinter? Gehen
wir zurück in meiner Biografie.
Ich hatte gelernt, wenn ich meine Leistung nach außen zeige, werde ich gemobbt. Ich werde
ausgelacht. Ich werde nicht drangenommen.
Also habe ich meine Leistung zurückgenommen, nur noch im Verborgenen gemacht. Da war ich
sicher. Da wusste mein Gehirn, hier passiert uns nichts.
Jetzt wollte ich mit meiner Leistung und auch mit der Offenbarung, dass ich hochbegabt bin, mich
komplett außen zeigen, ohne Kontrollmöglichkeit, wer das sieht. Oh mein Gott. Da hat mein
Inneres auf den großen roten Buzzer gedrückt, mit absolute Gefahr, weil unser Gehirn ja in
Schablonen denkt oder arbeitet und gesehen hat, das ist gleich, das hatten wir schon mal, das
war damals schon scheiße, das wollen wir nicht nochmal, das machen wir nicht.
Da passiert ganz viel auf der körperlichen Ebene und das Verhalten war, ich habe aufgeschoben,
ich habe mich verzettelt, ich habe einfach nichts mehr auf die Kette gekriegt und dann da
ranzugehen und sagen, okay, ja gut, verstehe ich, da ist die Verknüpfung, alles klar, dann kann
das gar nicht funktionieren. Das dann zu spüren und sich zu überlegen, welchen Gedanken
braucht es denn jetzt, damit mir das Verhalten, was ich zeigen möchte, nämlich auf Instagram
Content zu posten, auch hinbekommen kann. Und das ist die Arbeit, die es dann braucht.
Da braucht es nicht den nächsten fancy Contentplan, weil der hätte mich, ehrlich gesagt,
überhaupt nicht gerettet. Der ist danach möglich. Aber der war vorher ja noch bedrohlicher als
alles andere.
Ja, absolut. Und ich glaube, da sind wir so auch auf dem gleichen Schiff, dass wir sagen, okay,
diese Sachen, wenn wir das rausfinden, egal über welches Tool wir das jetzt rausfinden, dass es
eben so ist und wo das herkommt, dass wir dann auch die Chance haben, da anzusetzen. Also
das dann auch beispielsweise auf körperlicher Ebene einfach nochmal rauszukriegen bzw.
auch eine neue Programmierung reinzusetzen, das ist aber erst mit der Bewusstheit natürlich der
Fall. Da ist es uns ja erst mal bewusst, dass das dieses Muster ist, das wir da gerade zeigen. Da
können uns einfach diese Tools sehr gut helfen, um es erst mal rauszufinden.
Absolut. Und das, was du auch machst mit dem Breathwork4Design, dass du da wirklich
spezielle Atemübungen mitgibst. Wir können so krass das Nervensystem regulieren über
Atmung.
Es wird aktuell so falsch verstanden dargestellt, habe ich oft den Eindruck. Es geht ja bei
Nervensystemregulierung nicht darum, etwas wegzuatmen, sondern sich ins Bewusstsein
reinzuatmen und mit dem zu arbeiten, was da ist und das Nervensystem dadurch auf
Selbstregulierung zu konditionieren. Aber es geht nicht darum, immer jede Aufregung sofort
wegzuatmen.
Nein, das ist ein falscher Satz von Breathwork4Design. Klar, das kann man in einer ganz krassen
Situation helfen, natürlich, gar keine Frage. Gleichzeitig glaube ich aber auch, es gibt so
Notfallkoffer, was eigentlich das Ziel ist, dass wir das integrieren in unseren Alltag, dass das
Nervensystem immer wieder die Erinnerung bekommt, hey, ich bin sicher, es ist alles cool, es ist
alles gut.
Und dann können wir viel schneller darauf zurückgreifen. Auch wenn mal so etwas kommt, wie
jetzt so ein Muster, wie wir gerade hatten mit der Sichtbarkeit, passiert ganz vielen tatsächlich,
dass das Nervensystem auch wieder weiß, aber ich kann ja auch wieder in die Sicherheit gehen.
Das ist wie eine Erinnerung, wie ein Anker.
Und das hilft uns natürlich dann auch, ungemein trotz all dem weiterzugehen, die Schritte einfach
weiterzugehen. Und auch zu wissen, was da wirklich hilfreich ist. Also mal meine Routine heute
Morgen.
Ich habe schlecht geschlafen, aus welchem Grund auch immer. Vielleicht war ich sogar schon
gestern aufgeregt. Ich bin immer aufgeregt, weil ich mich aber auch immer wahnsinnig freue auf
Podcast-Folgen oder auf Kongress-Speakings.
Unabhängig davon, dass ich das schon oft gemacht habe, unabhängig davon, dass ich weiß,
dass ich das kann, sagt mein Nervensystem immer noch mal Hallöchen, ich bin da, ich spiele dir
jetzt mal ein bisschen Ausregung ins System. Was mache ich? Ich gehe morgens baden, ich
gehe morgens eine Runde spazieren und ich habe einen Zeitraum, wo ich weiß, ich bin sehr
rechtzeitig am Ort des Geschehens, also hier bei mir im Büro, damit nicht Zeitdruck entsteht. Das
gehört für mich einfach total dazu und sich da nicht durchzuquälen.
Wenn ich überlege, wie voll meine Tage früher als Personalleiterin waren, Halleluja, da hätte ich
heute überhaupt keine Lust mehr zu. 80% meines Kalenders war voll mit Termin und
logischerweise hatte meine Woche nicht 40, sondern eher 60 Stunden. Ich würde mit meinem
damaligen Ich heute nicht mehr tauschen wollen.
Ja, alles richtig gemacht, würde ich sagen. Das war nicht nervensystemkonform und auch nicht
human-design-typ-konform, was ich da gemacht habe.
Freude, Sinnhaftigkeit und die Angst vor Langeweile
Worauf wir vielleicht noch zum Abschluss eingehen können, ist noch so ein letzter Aspekt, den du auch vielleicht einfach noch mal so ein bisschen aufgreifen kannst, weil da haben wir jetzt noch nicht so viel über diesen Aspekt gehört, also gerade das Thema Freude oder Sinnhaftigkeit.
Da haben wir so ein bisschen auch im Vorgespräch davon gehabt, was da auch bei Kindern der
Fall sein kann, in der Schule mit den Hausaufgaben und so weiter. Vielleicht magst du uns da
noch mal in dieses Merkmal der hohen Intelligenz mit reinnehmen. Ja, ich nehme erst mal mit
rein in meine eigene Erkenntnis mit der Freude, die ich immer wieder in meiner Analyse vom
Human Design Chart gelesen habe und immer gedacht habe, ja, Freude und Frustration kann ich
was mit anfangen, aber wie soll denn das funktionieren? Und wie funktioniert das eigentlich mit
dieser sakralen Autorität? Das muss doch logisch sein, wenn ich eine Entscheidung treffe.
Ich kann doch nicht nur der Freude folgen. Da war ganz viel so, das geht doch nicht. Und wenn
ich ehrlich bin, dann habe ich das, was mich frustriert hat, eigentlich schon immer versucht zu
vermeiden oder auf so einem Level zu halten, so gering wie möglich und so viel zu tun wie
möglich, was mir Freude macht.
Und das ist ja letztendlich das Prinzip. Und wenn wir das jetzt koppeln mit einem Merkmal hoher
Intelligenz, dann ist das vor allem für mich Sinnhaftigkeit. Wenn etwas sinnvoll für mich erscheint,
dann macht mir das Freude, das zu tun.
Wenn etwas sinnlos erscheint, dann macht mir das keine Freude, das zu tun, sondern treibt mich
vielleicht in die Frustration, wie früher in die Hausaufgaben. Und wir haben bestimmt beide
Communities, wo ganz viele Mütter auch mit Kindern sind, die vielleicht das eine oder andere
herausfordernde Thema mit den Hausaufgaben haben. Kinder sitzen, wie ich früher, in den
Haaren drehen und vielleicht Papierschnittkügelchen machen und rummalen und vielleicht aus
dem Fenster gucken.
Oder aber in die Rebellion gehen und sagen, so ein Scheiß, da habe ich keinen Bock drauf und
das bringt doch alles nichts. Wozu soll ich das überhaupt machen? Das Bildungssystem ist nicht
unbedingt so gut geeignet für Menschen mit einer hohen Intelligenz. Weil wenn wir an dem
Beispiel Hausaufgaben mal bleiben und wir können das gleich noch mal aufs Business
übersetzen, ich bin gespannt, was dir da für eine Analogie auch zu einem fällt.
Wenn wir in der Schule eine Aufgabe haben, eine Aufgabe gelöst haben, vielleicht auch
mehrfach, können wir das. Wenn wir dann sehr schnell fertig waren und von den Aufgaben noch
mehr bekommen, dann entsteht schon so ein bisschen Ungeduld und Langeweile. Wieder zwei
Merkmale.
Wenn wir dann die Hausaufgaben bekommen und das wieder das Gleiche ist, was wir jetzt schon
x-mal gemacht haben, was wir können, was wir nicht mehr lernen brauchen, dann erscheint es
langsam sinnlos. Wenn wir hingegen etwas bekommen, was kognitiv anspruchsvoller ist, und das
ist total wichtig, es geht nicht um mehr Menge vom Gleichen, was schon langweilig war, sondern
es geht um einen höheren kognitiven Anspruch, dann wird es spannend. Und das ist der Punkt,
an dem Unternehmerinnen, aber auch Selbstständige beispielsweise immer wieder neue Ideen
produzieren, neue Fortbildungen machen, sich neue Themen aneignen.
Das kann ein unbewusster Motor sein gegen die Angst vor Langeweile und gegen die Angst vor
Sinnlosigkeit. Unbewusst. Ich habe diesen Motor übrigens, ich kenne den sehr gut.
Und in dem Moment, wo der bewusst ist, können wir den natürlich auch entsprechend einpegeln
oder steuern. Absolut. Das ist etwas ganz Wichtiges, was du ansprichst, weil ich sehe das auch
bei Unternehmerinnen, vor allem Manifestierende und Generatoren wieder in dem Fall, die ja
dann gerne springen auch und neue Sachen, und es darf ja nicht langweilig werden.
Das ist so die größte Gefahr überhaupt. Und dass sie dann denken, sie müssten zum Beispiel
ihre Positionierung jede Woche ändern oder ihr Angebot und so weiter, was aber auch
anstrengend ist ohne Ende. Dann kriegen die das auch gar nicht mehr umgesetzt alles, weil das
ist der Wahnsinn, was die dann da zu leisten haben.
Und dann rauszuarbeiten, es geht nur darum, in dem Moment wieder die Freude
zurückzubringen. Das heißt nicht, dass die Positionierung sich deswegen ändern muss oder das
Angebot sich ändern muss, sondern vielleicht eine andere Aufgabe für diesen Tag dran ist. Wenn
ich einfach gerade es total langweilig finde, wieder Content zu kreieren für meine Positionierung
und dann denke, ich müsste die Positionierung ändern, das ist der falsche Rückschluss.
Also dann zu sagen, Content ist heute vielleicht nicht dran, ich beschäftige mich heute mit
Technik, Funnel aufsetzen, wo ich mich echt wieder anstrengen muss, weil das kann ich vielleicht
noch nicht so gut und dann passt es wieder. Dann ist wieder alles gut und dann komme ich am
Tag drauf wieder auf den Content zurück und bin fein und happy. Da den Switch auch wieder zu
finden, was auch wieder mit Fokus zu tun hat, dass ich mir erlaube, auch hier zu spielen mit den
Aufgaben.
Und ich glaube, das ist das Schöne im Unternehmertum bei den Selbstständigen, wir haben so
viel zu tun, wir haben so unterschiedliche Aufgaben. Also da kann man sich ja schon allein
austoben. Also ob ich Marketing mache, Buchhaltung, Programme gestalten, was auch immer,
Videos schneiden.
Wir haben so viele Aufgaben, dass wir uns da wirklich austoben können. Und das ist ja schön.
Wir dürfen ja auch immer wieder Neues dazulernen.
Auf jeden Fall. Und von dem her, das nicht auf das falsche Thema zu fixieren und da dann zu
springen, sondern quasi innerhalb der Aufgaben, die sowieso da sind. Ja, und sich das auch
wirklich zu erlauben, weil ich habe mir das lange unbewusst verboten, weil bei mir der Gedanke
war, wenn ich jetzt permanent hin und her springe, dann ist das eine Vermeidungsstrategie.
Und dann kriege ich ja gar nichts fertig. Und bei mir ist es tatsächlich so, das wird sicherlich
einigen Kundinnen bei dir auch öfter mal so gehen, es gibt so Phasen, da hat man den Eindruck,
es geht nichts voran. Und dann gibt es einen Moment plötzlich, wo alles, also wenn du das jetzt
hier nur auf der Audiospur hörst, ich habe gerade Anführungszeichen gemacht, also alles in
Anführungszeichen plötzlich fertig wird.
Weil das ist häufig der Effekt. Und es ist genauso gut, wie wenn man bestimmte Dinge einfach
linear abarbeitet. Und das ist auch nochmal ein Merkmal.
Frauen mit hoher Intelligenz denken in Mustern, in Zusammenhängen, nicht linear. Das heißt, so
klassische Fünf-Schritte-Fahrpläne, du darfst erst Schritt 2 machen, wenn du Schritt 1
abgearbeitet hast, kann sich ganz furchtbar anfühlen. Und es kann auch dazu führen, dass sie
das abbrechen, weil der Widerstand dagegen so groß ist, dass das einfach gar nicht geht.
Und wir haben vorhin den Begriff der Gefahr reingebracht. Ich glaube, wir sind uns beide einig,
wenn wir von Gefahr sprechen, dann meinen wir damit auch, dass das Gehirn wirklich denkt, hier
ist die Existenz bedroht. Das geht hier nicht einfach nur um so einen kleinen Zweifel, sondern
wenn wir das weiterlaufen lassen, dann droht der Tod, um das ganz überspitzt zu formulieren.
Der Verstand ist ja nur dafür da, um unsere Existenz zu sichern. Und die Bewertungen sind halt
manchmal ein bisschen anders als unsere heute, zumal sie ja alle auf der Vergangenheit
beruhen. Und wenn wir was Neues machen, macht es ja Sinn, im Potenzial zu denken und aus
der Zukunft heraus zu denken, statt auf den Ergebnissen der Vergangenheit.
Das ist aber richtig challenging. Und ich möchte einen Aspekt noch reinbringen und dich mal
fragen, ob du das auch bewusst wahrnimmst. Die weibliche Angst vor Erfolg, die sich häufig als
Angst vor dem Scheitern tarnt.
Absolut. Das kann ich auch aus meiner eigenen Erfahrung sagen. Wir denken immer, wir haben
Angst vor dem Scheitern.
Und wenn wir dann tiefer gucken, ist es die Angst vor dem Erfolg. Was passiert denn dann?
Dann bin ich noch viel sichtbarer, dann bin ich aber auch noch viel angreifbarer. Was ist, wenn
die Leute mich dann abstoßen, weil ich so erfolgreich bin und ich da nicht mehr reinpasse.
Und ich glaube gerade bei Frauen ist es noch mal extremer und vor allem liegt es im
Unbewussten. Wir denken natürlich, so wie wir konditioniert sind, wie das auch so das Narrativ
im Außen ist, klar wollen wir alle erfolgreich sein. Logisch, ist ja gar keine Frage.
Und wenn wir dann aber wirklich die Arbeit dahinter mal machen, wenn auch Blockaden natürlich
kommen, dann macht es immer Sinn, sich sowas anzugucken, dann kommt ganz oft, es ist gar
nicht die Angst vor dem Scheitern, es ist die Angst vor dem Erfolg, vor der eigenen Größe, diese
Angst. Und auch die Angst davor, dass uns etwas leicht fällt, dass etwas einfach ist, was für
andere schwierig ist, kompensieren wir häufig durch ganz viel Arbeit, damit das nicht ganz so
einfach aussieht für andere und Zugehörigkeit. Und die Frage ist natürlich, wo will ich denn
zugehören? Und wenn ich aber schon sehr jung die Erfahrung gemacht habe, eigentlich passe
ich nirgendwo richtig rein, dann ist das ganze unbewusste System quasi darauf ausgerichtet,
Zugehörigkeit herzustellen, komme was wolle und um jeden Preis.
Und im Zweifel sogar darüber, dass ich mit niedrigeren Preisen rausgehe, um Kundinnen zu
bekommen, um mich unbewusst, ganz wichtig, dass ich das auch immer wieder sage,
unbewusst, dass ich dann dazugehöre. Und so hat das einfach immer, ich hatte Dienstag ein Call
an meinem neuen Gruppenprogramm, wo eine Teilnehmerin sagte, ich habe eigentlich nur ein
privates Thema, es hat eigentlich mit dem Business nichts zu tun und dann fange ich natürlich
schon an zu schmunzeln, weil es hat immer was damit zu tun, es ist immer verknüpft. Wir können
uns nicht quasi zweigeteilt betrachten, das ist meine Businessseite, das ist meine private Seite,
sondern ich bin immer ein Mensch, ein Individuum und es greift immer alles ineinander.
Was hängen bleiben darf: Es braucht keinen IQ-Test, um sich wiederzuerkennen
Mega spannend. Ich glaube, wir haben da echt ganz schön viele Überschneidungen gefunden
bzw. wir könnten jetzt noch ewig weitermachen und noch mehr aufdecken.
Vielleicht gibt es hier eine Fortsetzung an der Stelle. Liebe, magst du einfach vielleicht nochmal
das zusammenfassen, was dir jetzt besonders wichtig ist, vielleicht auch wenn jetzt Frauen hier
zugehört haben, die sagen, vielleicht ist es doch der Fall, dass ich da irgendwie in die Richtung
Hochintelligenz gehe, was würdest du denen noch mitgeben? Wie gesagt, den Merkmalscheck
verlinken wir auch auf jeden Fall, wir verlinken auch natürlich dein Instagram und alles, was du
sonst noch hast. Was würdest du jetzt einfach gerne diesen Frauen zum Abschluss mitgeben
und sag gerne auch nochmal, wie man mit dir zusammenarbeiten kann.
Also ich würde auf jeden Fall eine Frage gerne mitgeben. Und zwar, dass sich diejenigen, die
das jetzt hören, also die, die du das jetzt hörst, dass du dich einmal fragst, was denkst du über
Menschen, die eine hohe Intelligenz haben? Was hast du gelernt über Menschen mit einer hohen
Intelligenz? Weil das ist der erste Anhaltspunkt darüber, welche Gefahr bestehen könnte, wenn
du darüber nachdenkst, ob du eventuell eine hohe Intelligenz hast. Dann will ich auf jeden Fall
noch mitgeben, einen Aspekt, den ich am Anfang gar nicht so erwähnt habe.
Den möchte ich nochmal kombinieren. Mit 15% der Bevölkerung sind hochintelligent und wir
wissen, dass die Herausforderungen nicht erst mit dem Strich 130, wo die Hochbegabung
anfängt, anfangen, sondern deutlich früher, ungefähr bei 115. Und selbst wenn man einen Test
machen würde und dazwischen hängt, hat man keinen Zugang zu Vereinen, wo ähnlich tickende
Menschen sind.
Deswegen habe ich meine Angebote geöffnet für alle Frauen, die sagen, ich denke schnell, ich
denke viel, ich denke teilweise sehr komplex und ich höre immer so Sachen, wie ich bin zu
schnell, zu hektisch und zu anstrengend und würde alles zu denken. Oder auch die
Unternehmerinnen, die zu viele Ideen haben und die viel zu viel machen wollen. Das sind alles
Bewertungen von außen.
Die lade ich auf jeden Fall alle ein, unabhängig von dem IQ-Test, mal einfach vorbeizukommen.
Zum Beispiel auch im Coworking, das ist auch immer ein ganz guter Punkt. Und bis heute, und
das schockiert mich, bis heute werden in unserem Bildungssystem in Deutschland, über die
anderen Länder kann ich nichts sagen, ich kann nur über Deutschland sprechen, Jungs doppelt
bis dreifach so häufig in ihrer Intelligenz entdeckt im Vergleich zu Mädchen.
Und Mädchen immer noch als fleißig, strebsam, hilfsbereit, nett und freundlich gelten. Das sind
alles total tolle Eigenschaften. Aber wenn die als Erklärung für eine Leistung, die aus einer hohen
Intelligenz kommt, synonym stehen, dann werden wir auch in Zukunft weiterhin unentdeckte
Mädchen haben, die zu unentdeckten Frauen heranwachsen mit den ganzen Zweifeln, dadurch,
dass sie gehört haben, dass sie so wie sie sind, du hast es vorhin und ich habe mir das fett
umkreist, nicht gut genug sind.
Nicht gut genug bedeutet auch zu schnell, zu leise, zu viel, zu anstrengend. Das ist alles nicht gut
genug in der Definition von anderen. Und wenn nur eine Sache heute hängen bliebe, dann würde
ich sagen, das, was du über dich denkst und was am meisten wehtut, drückt das aus, was
andere über dich zu dir gesagt haben, weil sie mit der Komplexität nicht umgehen konnten.
Aber es sagt nichts über dich aus. Megaschöner Satz. Und so wichtig.
Ich glaube gerade auch zum Thema Kinder, Schulsystem, was man da schon alles anders
machen könnte, da könnten wir mit Sicherheit auch noch mal ganz viel Stunden füllen, auf jeden
Fall. Also auch vom Human Design aus gesehen, gäbe es da sehr viel zu zu sagen, dass das so
wie das gerade aufgebaut ist, eben nicht das Optimum ist. Genau.
Aber sehr schön. Also deine Frage, die dürfen sich alle auch noch mal zu Herzen nehmen,
wirklich da noch mal reinspüren und dann natürlich super gerne auch bei dir vorbeischauen. Und
ich hoffe, dass jetzt auch hier alle, die zugehört haben, dass du jetzt ganz viel mitgenommen
hast, dass du ganz viel Neues gehört hast, was du vielleicht davor auch noch gar nicht so
wahrgenommen hast und vielleicht da noch mal mehr reinschauen willst.
Also gerade diesen Merkmalscheck mal machen möchtest, so hohe Intelligenz, vielleicht auch
noch mal deine Chart hernehmen möchtest, da noch mal tiefer einsteigen möchtest. Und an der
Stelle erst mal vielen, vielen Dank an dich, liebe Miriam, für dieses ganze Wissen, für die
Einblicke, für die vielen Erfahrungen, die du ja auch da mitbringst. Vielen, vielen Dank, dass du
hier warst im Podcast.
Sehr, sehr gerne. Danke für die Einladung. Ich will noch eine Sache unterstreichen und das ist,
für mich stellt sich nicht die Frage, ob die Frauen, die zuhören, Human Design machen oder sich
mit hoher Intelligenz beschäftigen, sondern für mich ist es ja immer wieder die Offenbarung in
meiner Human Design Chart, in meiner Analyse, die Merkmale hoher Intelligenz zu finden.
Und ich habe mich vor dem Podcastinterview gefragt, gibt es möglicherweise so ein Fazit, was
wir ziehen können. Und für mich ist es, dass je tiefer ich eingetaucht bin, desto mehr habe ich
verstanden, wenn ein Aspekt sozusagen in beiden Bereichen auftaucht, dass ich den Eindruck
habe, dass es sich noch mal verstärkt. Und von daher, ja, ich mag keins von beiden mehr
missen, ich mag das total gerne kombinieren und es ist mir einfach auch ein Anliegen, so viele
Frauen wie möglich zu erreichen mit diesem Wissen um hohe Intelligenz und die
Herausforderung, damit das auch salonfähig wird.
Ja, eine hohe Intelligenz ist kein Stigma sozusagen, da kriegt man keinen Stempel auf die Stirn
und trotzdem sind wir in einer Gesellschaft, wo das noch nicht so ganz salonfähig ist, weil es
noch so ein System ist, wo möglicherweise auch eine Gefahr von einer hohen Intelligenz
ausgehen kann. Und das ist mir einfach so ein Anliegen und auch über die ganzen Angebote, ob
ich jetzt im 1 zu 1, in der Gruppe, im Coworking oder bei Kompaktkursen, ist mir ganz egal,
arbeite, immer wieder zu sagen, unabhängig vom Test, wenn du diese Merkmale bei dir
feststellst, wenn du nach Menschen suchst, wo du denkst, das könnte vielleicht besser passen,
dann könnten meine Räume einfach total gut geeignet sein und es braucht keinen IQ-Test dafür.
Megaschön.
Vielen, vielen Dank für das Fazit auch nochmal, das ist nämlich auch meine Meinung, dass wir
da offen bleiben dürfen, also egal welches Tool das ist, ob das auch jetzt die Hochintelligenz ist,
ob es Human Design ist, ob es was anderes ist, da offen zu bleiben, weil das kann uns alles
helfen in unserer persönlichen Weiterentwicklung und letztendlich geht es darum, dass wir uns
entfalten können, dass wir wieder ganz zu unserer Essenz finden und da gibt es einfach ganz
viele unterschiedliche Wege und die Kombination macht es ja dann auch auf. Vielen, vielen Dank
für dieses Fazit auch nochmal.
Transkript mit KI erstellt. turboscribe.ai
An dieser Stelle möchte ich dir noch ein paar Empfehlungen machen.
Mein Newsletter richtet sich an Frauen, die schnell, viel und in teilweise sehr komplexen Zusammenhängen denken – unabhängig vom IQ Test. Hierüber erhältst du Impulse für deine Inner Work Praxis, erfährst von Erfolgen anderer Frauen und bekommst natürlich immer als Erste alle Infos und Vorzugspreise für neue Workshops und Programme.
Wenn du tiefer eintauchen und erfahren willst, welche der 126 Merkmale hoher Intelligenz, die die Wissenschaft mittlerweile kennt, auf dich zutreffen, nutz unbedingt meinen Merkmals-Check, den ich genau dafür aufgesetzt habe. Ein Selbsteinschätungsfragebogen im Quizformat (ca. 15-25 Minuten), bei dem es kein richtig und falsch, sondern eine Menge Erkenntnisse gibt. Jessy war auch sehr überrascht, wie viele Herausforderungen und Eigenschaften, die sie von sich selbst kennt, im Zusammenhang mit hoher Intelligenz stehen.
Wenn du regelmäßig deine Themen umsetzen willst, empfehle ich dir das Co-Working für Umsetzerinnen. Hier bist du nicht nur in Gemeinschaft, sondern hast die Option auf ein Speedcoaching und kannst Herausforderungen mit uns über den Chat lösen. Ohne Smalltalk, ohne Elevatorpitches, dafür mit einer wertschätzenden umsetzungsstarken Community.
Falls du direkt Lust bekommen hast Herausforderungen wie Perfektionismus, Selbstzweifel oder Verzetteln zu lösen, ist der Selfcoach für dich ein Einstieg, um eigenständig daran zu arbeiten. Der Club der Umsetzerinnen ist der passende Raum für dich, wenn nicht mehr Wissen, sondern eine Umsetzungsbegleitung suchst, wo du eine Community für Austausch und Support hast und regelmäßig die Option auf Coachings und kollegiale Beratung. Außerdem planen und reflektieren wir deine Monate, Quartale, Jahre, damit du immer richtig gut ausgerichtet bist, um deine Themen in die Umsetzung zu bringen. Und falls du lieber ganz exklusiv 1:1 arbeitest, schick mir einfach eine Anfrage.
Wo auch immer wir uns sehen – ich freu mich auf dich!

Herzliche Grüße,
Miriam
Audiotranskript erstellt mit Turboscribe.ai.




