Zu viel, zu schnell, zu intensiv – meine Geschichte mit meiner Hochbegabung

Ein autobiografischer Beitrag ergänzt um fachliche Informationen und Erfahrungsberichte aus meiner Arbeit mit hochintelligenten Frauen. Die Inspiration dazu fand ich bei Susanne Burzel, die im Sommer eine Blogparade zum Thema „meine Geschichte mit meiner Hochbegabung“ gestartet hatte. Ich verlinke dir ihren Artikel zum Schluss noch.

Natürlich beginnt meine Geschichte mit meiner Hochbegabung bereits bei oder genauer gesagt vor meiner Geburt. Denn Intelligenz ist ein Erbfaktor. Ich „muss“ es also von jemandem aus meiner Ahnenlinie vererbt oder „geschenkt“ bekommen haben, wie viele meiner Kundinnen sagen, die damit noch strugglen und das eher ironisch meinen.

Bis heute können wir aufgrund einer mangelnden Testgrundlage nicht mit Sicherheit bestimmen, von wem, aber das spielt eigentlich auch keine Rolle, denn heute finde ich meine Hochbegabung großartig! Wir sind ein super Team, aber auch bei mir war das nicht immer so.

Von meinem Weg vom Baby mit Denkerstirn über das Mädchen, dass zu viele Warum-Fragen stellte und das Abi mit 3,3 gerade so bestand hin zu meiner heutigen Version: Coachin für Frauen mit hohem IQ und Unternehmerin, die ein Onlinebusiness aufbaut und an der Börse nicht nur investiert, sondern sogar aktiv traded (hätte ich dir vor fünf Jahren auf keinen Fall geglaubt, hättest du mir das prophezeit). Ich nehme euch also durch so einige Stationen mit.

Viele Freude beim Lesen

PS: Nach einer kurzen Zusammenfassung findest du eine Audiospur der ganzen Geschichte. So kannst du entspannt „nebenbei hören“, statt zu lesen.

PPS: Weil vielen Menschen nicht bewusst ist, welche Eigenschaften mit hoher Intelligenz einhergehen, hab ich einen Merkmals-Check im Quizformat (Selbsteinschätzungsbogen) für Überblick & Analyse und den Adventskalender mit 24 Merkmalen im Deepdive umgesetzt. Hol dir gern beides für 0€.

Eine Frau mit hellbraunem Haar lächelt sanft in die Kamera, trägt ein schwarzes Oberteil und hält eine Halskette. Der Hintergrund ist tealfarben mit einem verschwommenen Gemälde und einer Vase mit Trockenblumen.

Inhaltsverzeichnis

Was man in meinem Lebenslauf sieht:

  • Grundschule, Gymnasium, Abitur
  • Ausbildung
  • Studium
  • Berufstätigkeit in Wissenschaft, Forschung und Lehre
  • Berufstätigkeit als Personalleiterin
  • Selbständigkeit, Unternehmensaufbau.

Klingt easy, oder? Was man nicht sieht:

  • Mobbing
  • Entwicklungstrauma
  • Unentdeckte, nicht geförderte Hochbegabung
  • Reizüberflutung
  • Underachievement (erst subjektiv, dann auch objektiv)
  • Schulangst
  • Prüfungsangst
  • Gewalttrauma
  • Kein Ausbildungsplatz, weil Abi so schlecht war, daher Übergangsjobs
  • Mehrfache Arbeitslosigkeitszeiten 
  • Arbeitsgerichtsprozesse 
  • Patriarchale Strukturen im Bildungssystem und in den Unternehmen
  • Perfektionismus, Erwartungs- und Leistungsdruck
  • Sich-falsch-fühlen 
  • Eine unvollendete Promotion
  • Imposter-Anteil stark ausgeprägt

Was man auch nicht sieht:

  • Einen wunderschönen Heilungsweg.

  • Lebensliebe und Lebensfreude.

  • Dankbarkeit, Mut, Stolz, Demut.

  • Und Leichtigkeit.

Denn heute erschaffe ich mir das Leben, das ich leben will, mit Freude und Leichtigkeit.

Meine „Moral von der G´schicht“ nehm ich vorweg:

Lasst uns anfangen den Menschen hinter der Geschichte zu sehen, kennenzulernen und zu erleben. Wahrhaftig und authentisch mit den Facetten des Seins, die nie entweder-oder, sondern immer sowohl-als- auch sind…

Falls du die Kurzvariante lesen möchtest: Ich habe Chat GPT gebeten meinen Text zusammenzufassen und ich finde es gelungen.

Vom Alien-Gefühl zur Unternehmerin: meine Geschichte mit Hochbegabung

Ich kam mit einer „Denkerstirn“ auf die Welt, konnte früh lesen und rechnen und passte doch nie richtig ins Schulsystem. Statt Förderung erlebte ich Ausbremsen, Mobbing, Prüfungsangst und schließlich Underachievement. Mein Abi schaffte ich nur knapp, ein Studium schien unerreichbar.

Und doch begann hier meine Reise: Ich jobbte, lernte Speditionskauffrau, studierte BWL und fand endlich das Umfeld, in dem ich meine Stärken zeigen konnte. Ich entdeckte meine Leidenschaft für Zahlen und Menschen, schloss mit Auszeichnung ab und baute mir eine erfolgreiche Karriere als Hochschuldozentin und Personalleiterin auf. Doch auch dort stieß ich an Grenzen: Hierarchie, Machtspiele und Strukturen, die nicht zu mir passten.

Mehrere Wendepunkte, darunter eine schwere Erkrankung, führten mich schließlich zur entscheidenden Erkenntnis: Meine Hochbegabung war nie das Problem. Sie war immer mein größtes Geschenk. Heute lebe ich, was mir früher unmöglich erschien: Ich bin Coachin für hochintelligente Frauen, baue mein eigenes Onlineunternehmen „mosa·IQ“ auf, gestalte mein Leben nach meinen Regeln und trade nebenbei aktiv an der Börse.

Meine Geschichte zeigt: Hochbegabung bedeutet nicht automatisch, dass einem „alles zufällt“ oder gar „in den Schoß“. Sie bedeutet, den eigenen Weg trotz Hindernissen zu gehen. Mit Mut, Heilung und Selbstannahme.

👉 Im nachfolgenden Beitrag erzähle ich die ganze Geschichte – mit all den Höhen, Tiefen und Erkenntnissen.

Übrigens auch super gern in der Audiovariante. Ich habe dir den gesamten Blogbeitrag einfach eingesprochen. Die Audiospur beginnt beim Perspektivwechsel. Du kannst die Wiedergabegeschwindigkeit erhöhen.

Eine „Denkerstirn“ hat es später immer geheißen, hätte ich schon früh ausgeprägt. Heute würde man das sicherlich anders benennen und ich weiß seit ich 28 bin, dass ich eine Winkelfehlsichtigkeit habe. Die Beurteilung erfolgt immer vor dem Hintergrund von Kenntnisstand und Erfahrungen und meist retrospektiv. Aber am Ende zählt die subjektive Beurteilung. Meine Eltern wussten zu sagen, ich hätte schon als Kind eine Denkerstirn gehabt, als ich mit 35 verkündete: ich bin hochbegabt. Und mit dem Wissen von heute kommen so einige Familienmitglieder in Frage die Intelligenz vererbt zu haben… 

Mit fünf konnte ich lesen, schreiben, zählen und rechnen. Was genau lässt sich leider aufgrund mangelnder „Wissensbibliotheken“ nicht mehr ganz genau rekonstruieren, aber es gibt eine ganz niedliche Audioaufnahme aus der Krabbelzeit, wo ich gerade mal sprechen kann, bis zehn zähle und meiner Mama sage, dass die Waschmaschine gleich fertig ist, weil sie schleudert, während meine Mama in der Küche unser Mittagessen zubereitet.

Ich hab mich lange Zeit auf die Schule gefreut – ein Ort, „an dem man was lernt“, an dem man „viele neue Dinge kennenlernt“ und ein Ort „zum Großwerden“. Hieß es und es klang extrem verlockend, hatte ich doch ständig Sätze gehört wie: „Dafür bist du noch zu klein.“ Oder „Werd erstmal groß, dann …“ sowie „Das erklär ich dir / verstehst du, wenn du größer bist“. Groß sein schien mir enorm erstrebenswert. Und es hat ja auch geklappt. Das mit dem Großwerden und mit dem Lernen in der Schule.

Aber kommen wir zurück zur Schule. Meine Mama hat mir später erzählt ich sei ganz enttäuscht vom ersten Tag zurückgekommen. Beziehungsweise nicht nur enttäuscht, aber eben auch.

Doch zuerst zur Freude. Ich fand es immer richtig cool, wenn wir Materialien bekommen haben. Besonders gut erinnere ich mich an die Lük-Kästen in Mathe. Mit großer Freude hab ich grad gesehen – die gibt es immer noch 😊 Ich erinnere mich auch noch, dass man erst einen abschließen musste bevor man den neuen bekam. Für mich ein totaler Ansporn, weil ich ja weiterkommen wollte.

Was war passiert? Nun, ich soll wohl etwas rumgedruckst und erst auf ermutigende Nachfrage gesagt haben: die können alle noch nicht lesen, schreiben und rechnen können sie auch nicht! Zählen ja, aber nicht rechnen. Meine Mama meinte sich zu erinnern so etwas gesagt zu haben, wie: „Nicht alle Kinder können das von Beginn an. Das lernt ihr ja dort. Dafür geht ihr dahin.“ Und aus heutiger Sicht hab ich bestimmt so etwas gedacht, wie: aha. Nicht alle könnte ich ja verstehen, aber keiner außer mir? Und lerne ich jetzt noch was oder war´s das schon?

Natürlich war es das noch lange nicht. Heute, 36 Jahre und unfassbar viele Fortbildungen, eine Ausbildung, ein Studium und eine bislang unabgeschlossene Promotion später weiß ich das natürlich, aber damals muss die Enttäuschung riesig gewesen sein, so wie ich mich heute kenne.

Die Schulzeit sollte für mich richtig toll werden. Leider hab ich wenige gute Erinnerungen präsent. Gehe ich sowohl Zeugnisse als auch meine Erinnerung durch, ist da folgende Auffälligkeit. Am Anfang beteiligte ich mich noch „rege“ und „aktiv“ am Unterricht. Meine hohe Selbständigkeit, Aufmerksamkeit, Konzentration und Sorgfalt wurden betont. Ebenso das eigenständige (für sich alleine) „arbeiten“ in offenen Unterrichtsphasen.

Ich erinnere mich vor allem daran mich anfangs viel und oft gemeldet zu haben. Wenn ich eine Antwort wusste, hab ich mich gemeldet. Logisch, oder? Aber ich erinnere mich eben auch – und das ist eine prägende Erinnerung – an das Ausgebremst-Werden.

Ich sollte „noch warten, bis die Anderen fertig sind“ oder die Lehrkräfte wollten „auch mal jemand anders dran nehmen“. Davon steht in den Zeugnissen (natürlich) nichts. Natürlich, weil es ja einerseits meine ganz subjektive Erinnerung ist und andererseits hätte so etwas vermutlich auch keine damalige Lehrkraft dort hineingeschrieben. Wozu auch? Wollte man doch sicherlich nicht zugeben, dass man Kinder in ihrer Entwicklung systematisch ausbremst. Heute würde ich übrigens von einer strukturell bedingten Förderproblematik im Bildungssystem sprechen, das nur mal so am Rande und mit aller Liebe für Lehrkräfte und Schulen.

Übrigens wurden in jedem Zeugnis meine „freundliche, ruhige Art“ und mein „verträgliches Wesen“ hervorgehoben, ebenso, dass ich „still“, „zurückhaltend“ und „eher nicht [pro]aktiv“ auf andere Menschen zugehe.

Aus meiner heutigen Perspektive ergibt das alles so viel Sinn. Mit all dem Wissen über Intelligenz, Autismus, AD(H)S, Trauma, Hochsensibilität, Hochsensitivität, Synästhesie, Underachievement, Funktions-Ich, Ich-Zustände und vielem mehr, ist das Bild total rund.

Da saß ein Kind mit großem Wissensdurst, der nur mäßig gestillt wurde. Ein Kind, das am Besten in einem ruhigen reizreduzierten Setting lernte und sich dann voll konzentrieren konnte. Eines, das gern neue Dinge ausprobierte, um dann nach Sinnhaftigkeit und Freude entscheiden zu können, ob es davon mehr oder weniger machen wollte. Ein Kind, dem langweilig wurde, wenn es von den gleichen Aufgaben einfach mehr, statt anspruchsvollere andere Aufgaben bekam. Ein Kind, dass früh den Rückzug als Kraftquelle und Bewältigungsstrategie wählte. 

Ab Klasse drei (da wurden die Noten eingeführt) fällt die schriftliche Beurteilung weniger umfangreich aus. Man konzentriert sich auf das Wesentliche: „schriftlich super. Sorgfältig. Vollständig. Zügig. Aufmerksam.“ Aber: „Sie könnte sich aktiver am mündlichen Unterricht beteiligen.“ Und auch danach fallen Sätze wie: „[…] ist etwas still und zurückhaltend. Bei direkten Fragen beweist sie, dass sie dem Unterricht mühelos folgen kann.“ Und etwas später sogar: „Ihre Unterrichtsbeiträge fördern den Unterricht.“

Ich hab mir nach meiner IQ Diagnostik (ich war damals 35) oft ein und dieselbe Frage in unterschiedlichen Varianten gestellt: Hat es niemand gemerkt?

Ich hab diese Frage auch mit meiner Mutter erörtert, als sie noch lebte. Sie erinnerte sich an meinen Lieblingsmathelehrer, der mal angesprochen habe ich sei recht schnell, würde mühelos auch fortgeschrittenere Dinge lernen.

Und dann war da noch diese eine prägende Geschichte, bei der mir beim Schreiben gerade die Tränen laufen: auf einem Elternabend und auch gegenüber genau diesem Mathelehrer gab es Beschwerden anderer Eltern. Der Grund? Ich hatte keine Hausaufgaben. Nur ich als einziges Kind bekam keine Mathehausaufgaben. Das würde man nicht verstehen und man empfände es als unfair. Meine Mutter hat später oft davon erzählt und ich glaube sie war bis zu ihrem Tod wütend darüber. Doch was war der Grund, fragst du dich jetzt vielleicht. Ganz einfach: ich hatte die Aufgaben aus dem Unterricht, meine Mehraufgaben und die Hausaufgaben während der Unterrichtszeit erledigt und dann auch noch einzelnen Mitschüler*innen geholfen. Mein Mathelehrer Herr B. hat seine Entscheidung „verteidigt“ und deutlich gemacht: mehr müsse nun wirklich nicht sein. Zumal ich ja auch nur noch mehr von dem langweiligen Sch… bekommen hätte, den ich eh schon drei-fach erledigt hatte, statt etwas Anspruchsvollerem, Interessanterem.

Eine Sache, die früher bereits hervorgehoben wurde, fällt mir auch heute beim Lesen der Zeugnisse wieder auf: Schrift 1. Das war für Alle damals etwas ganz Besonderes, für mich eigentlich nicht. Ich bin Linkshänderin und nutze meine dominante Hand zum Schreiben. Mir stellte sich also gar nicht die Frage, „ob man damit schön schreiben kann“ oder nicht. Ich hab es einfach gemacht. 

Der Übergang ins Gymnasium war für meine Entwicklung aus heutiger Perspektive ein neuralgischer Punkt. Ich wollte endlich mehr, aber meine Eltern sagten deutlich: „Wir können dir dann nicht mehr helfen.“ Sie positionierten sich dort bereits sehr deutlich als diejenigen, die kein Gymnasium besucht oder absolviert hatten und waren davon überzeugt das sei „zu hoch“ für sie. Sie überließen mir aber glücklicherweise selbst die Entscheidung und räumten von Anfang an ein, es sei „auch keine Schande,“ wenn ich wieder abgehen würde.

Aus heutiger Sicht würde ich denken: Wow so ein Gymnasium muss ja echt sowas wie ne Eliteuni sein 😉. Und durch den Austausch mit einer wunderbaren Freundin wurden an dieser Stelle auch noch mal große Herausforderungen deutlich: „Was, wenn es für mich leicht wäre?“, „Was, wenn ich beweise, dass ihre Annahme falsch war?“, „Was mache ich, wenn ich es nicht schaffe? Wer hilft mir dann?“.

Aus meiner heutigen Perspektive Loyalitätskonflikt meinen Eltern gegenüber bloß nicht „zu gut“ zu sein, um sie nicht vor den Kopf zu stoßen. Andererseits das Muster der Beweisführung frei nach der Devise: Seht ihr, ich hab´s geschafft – auch ohne Hilfe.

Weißt du, was unbewusst angenommen wird, wenn wir in einen inneren unbewussten Loyalitätskonflikt geraten? Dass unsere Existenz in Gefahr ist, wenn wir illoyal werden. Das ist der Grund, weshalb sich viele hochintelligente Frauen und Mädchen lieber mit ihrer Leistung verstecken und sich über jegliches gesunde Maß hinaus anpassen. Um nicht ausgeschlossen zu werden aus der Gruppe.

Gut, ist heute keine Höhle mehr, Wärme wird über Heizung statt über´s Feuer erzeugt und es ist auch kein Verstoßenwerden. Aber: für unser Nervensystem macht das überhaupt keinen Unterschied! Die Strukturen sind die gleichen wie damals, als wir noch mit Lendenschurz und Keule rumliefen.

Der vierte Aspekt ist die Frage: warum gab es eigentlich kein Risikomanagement? Im Coaching würde ich dir heute die Frage stellen: Ok, deine Eltern können dich nicht supporten. Wo kannst du ihn dir dann holen? Woran würdest du rechtzeitig bemerken, dass du „Gefahr läufst es nicht zu schaffen“? Was wären Maßnahmen, um dem frühzeitig entgegenzuwirken?

Mir fallen in diesem konkreten Beispiel übrigens einige Maßnahmen ein. Nachhilfe, Schulwechsel, Klasse wiederholen oder rechtzeitig überspringen, Förderunterricht und noch einiges mehr. Ich kann dir heute sagen: in meinem Inneren fühlte es sich an, als hätte es all diese Möglichkeiten nicht gegeben. Und was machte ich?

Ich entschied mich dafür und ging los. Mal mehr und mal weniger mutig. Der Blick in die Zeugnisse offenbart dasselbe Bild wie auf der Grundschule: aufmerksam, gute bis sehr gute Leistungen, zügig, sorgsam, mühelos, selbständig. Ergänzend kommen Begriffe wie zielstrebig und „den Anforderungen voll gewachsen“ hinzu.

Ich erfüllte also die Erwartungen des Maßstabs, der zur Beurteilung angelegt wurde. Aber – und du ahnst es längst – auch hier der Hinweis: „ihre mündliche Mitarbeit könnte noch aktiver sein.“ Und ich weiß, dass mit „noch“ nicht dasjenige welche „noch“ gemeint ist, das ausdrückt, dass etwas vorher schon richtig gut / intensiv / ausgefeilt ist, sondern es dasjenige welche ist, mit dem man diplomatisch sagen möchte: langt nicht.

An dieser Stelle will ich dich nicht mit Zeugnisredundanzen langweilen, sondern zum – aus meiner heutigen Perspektive – spannenden Teil kommen. Zum Underachievement. Erst subjektiv – ich blieb unter meinen Möglichkeiten – und dann objektiv – ich blieb unter den erwartbaren Leistungen einer gymnasialen Schülerin.

Meine Ergebnisse nahmen ab, lernen fiel mir immer schwerer, ich schob erst lästige Aufgaben auf und später prokrastinierte ich. Angst, Schuld, Scham waren die Treiber für ein Gefühl, das viele hochintelligente Menschen kennen: ich bin anders. Ich fühl mich nicht richtig. I´m an Alien, i´m a little Alien… Das Aliengefühl.

Und aus heutiger Sicht weiß ich: sich falsch zu fühlen ist erst mal gar kein Gefühl, sondern ein Gedanke, der Gefühle wie Angst, Schuld, Scham und Überforderung auslöst. Unwohlsein im Körper, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Anspannung. Warum? Ganz einfach: das ist purer Stress!

Das Nervensystem ist in ständiger Alarmbereitschaft, weil es bei Ablehnung um eins geht: die eigene Existenz. Das ist in der DNA verankert, weiß die Forschung heute. Der Weg daraus? Flucht, Kampf, Einfrieren oder eben die vierte Variante, die Vielen unbekannt ist.

Im Englischen nennen wir sie Fawn (deutsch übersetzt Rehkitz). Merkmale von Fawn sind das Zurückstellen eigener Bedürfnisse, ja sagen obwohl man nein meint, peoplepleasing, Harmoniesucht und sich ohne Grund entschuldigen. Ich nenne das Anpassung. Gepaart mit Masking eine hochexplosive Mischung, wie ich finde. Ich habe mich maskiert und angepasst, dann kam auch noch die Pubertät und danach hatte ich eigentlich keine Ahnung mehr, wer ich war. Glaube ich heute. 

Bezogen auf meine Hochbegabung kann ich sagen: meine Leistungen wurden immer schlechter, meine Anstrengungen für gute Leistungen immer größer. Achja und dann begleitete mich die gesamte Schulzeit hindurch Prüfungsangst in der schlimmsten Form. Bauchschmerzen, Durchfälle, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, innere Unruhe vor der Prüfung, Blackout in der Prüfung, Angst durchzufallen.

Und danach? Meist eine kleine Amnesie. Damals hieß es das sei „normal“, „jeder hat mal Prüfungsangst“. Heute weiß ich: ja, das stimmt, aber das Ausmaß war zu groß. Man hätte intervenieren müssen und können. Aber ohne echte Fehler- und Lernkultur (im Sinne von echter Weiterentwicklung mit Support statt ständiger Beurteilung – oft dazu noch an unbekannten Maßstäben) ist das nahezu unmöglich.

Aber das soll hier kein bildungssystemkritischer Aufsatz werden, sondern ein Blogbeitrag über meine Geschichte mit meiner Hochbegabung. Heute würde ich die Diagnose Schulangst mit stark ausgeprägter Prüfungsangst mit Tendenz zur Dissoziation stellen, wenn ich es rechtlich dürfte. Dir kann ich sagen: es ist nicht deine Schuld, falls auch du unter Prüfungs- und Schulangst gelitten hast. Es ist nicht deine Schuld, wenn du dieselben Symptome heute im Beruf spürst. Denn unser Gehirn verknüpft diese Situationen und spült dir die alten Gefühle von damals in Form emotionaler Belastung zusätzlich mit in die aktuelle Situation.

Die Erfahrungen, die ich gemacht habe, erleben auch viele andere Kinder und Jugendliche. Mobbing, weil man „der Nerd“ ist. Hausaufgaben „für Alle“, weil man es so gut kann und der Lehrer es schon nicht merken wird, wenn Alle abschreiben…

Anekdote: sah schon seltsam aus, aber als dann auch noch alle den einen Rechtschreibfehler von mir abschrieben, war es klar. Team = toll ein anderer macht´s. Liebe (Wertschätzung, Anerkennung, „dabei-sein“) für Leistung (Hausaufgaben, Pausenbrot, Hausarbeiten…).

Die Erfahrungen, die ich in der Schule gesammelt habe, haben teilweise einzeln aber vor allem in Summe betrachtet das Potential ein Entwicklungstrauma auszulösen. Und damit bin ich nicht allein. Das geht ganz vielen Menschen so.

Lass mich ein kurzes Zwischenfazit ziehen.

Wenn ich so draufschaue taucht in mir nämlich diese eine Frage auf: Ging es eigentlich jemals um mich? Als Mensch? Mit Eigenschaften, die vielleicht kein Mainstream sind? Oder ging es nur darum mich in ein System einzufügen (hineinzupressen trifft es eher), in das ich eigentlich nie wirklich gut hineinpasste und das sich selbst nicht anpassen wollte? Möglich.

Und auch hier: Das geht vielen Menschen so, die in das Neurodivergenzspektrum fallen. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, die Individualität wertschätzt und fördert, statt ständig Angst zu haben das Kollektiv könnte dadurch bedroht werden.

Was glaubst du, würde passieren, wenn sich alle Menschen gesehen fühlen würden? Wenn sie ihre Individualität leben würden? Ich glaube fest daran, dass es ihnen gut ginge und Menschen, denen es gut geht, verhalten sich komplett anders als solche, denen es weniger gut geht.

Ich glaube Solidarität, Empathie und Gemeinschaft würden dadurch gestärkt und nicht geschwächt, aber am Ende geht es hierbei um keinen gesellschaftlichen, politischen oder philosophischen Diskurs, sondern um meine Geschichte mit meiner Hochbegabung. Als Inspiration für dich deine eigene Geschichte zu erforschen und die Zukunft neu zu denken, wenn du das willst. 

2002 hab ich mein Abi gemacht. Mit der ersten 6 in meinem ganzen Leben. 0 Punkte in der Abiklausur in Mathe. Leistungskurs. Blödes Timing und ganz ehrlich: als ich das sah, stellte sich mir exakt eine Frage: Wozu hatte ich so viel gelernt und insgesamt sechs Stunden geschrieben? Es ist mir bis heute ein Rätsel.

Ich weiß, wo sie liegt und ich will mal nachgucken. Beim ersten Mal war ich einfach nur so enttäuscht und noch voller Emotionen, die ich damals (nach 10 Jahren, also mit 29) gar nicht halten konnte, sodass ich gar nicht die Ursache erfassen konnte.

Ah spannend und jetzt taucht gerade eine innere Stimme auf, die du vielleicht kennst: „das kannst du doch nicht alles schreiben. Das hört sich ja furchtbar an! Fast so, als hättest du eine ganz schreckliche Kindheit und Jugendzeit gehabt. Jetzt musst du aber auch noch was Schönes schreiben.“ Dieser Teil hat bis heute Angst vor Ablehnung, wenn ich sage, was ich denke. Wenn ich mich zeige, wie ich fühle.

Doch als Coachin erlaube ich dir genau das zu tun: sag, was du denkst – es sind deine Gedanken. Zeig, was du fühlst – dadurch verbindest du dich mit dir selbst und wirst „greifbar“. Und spüre in deinen Körper.

Ich spüre in meinem: Da sind noch Schichten, die Heilung brauchen. Da sind noch Emotionen aus vergangenen Situationen, die noch freigesetzt werden wollen. Und das tue ich – Schritt für Schritt. Denn ich halte den Raum für Weiterentwicklung nicht nur für Andere, sondern natürlich auch für mich selbst. Jeden Tag und in voller Verantwortung und Selbstliebe. Das bedeutet für mich Selfleadership.

Zum Thema Entwicklungstrauma möchte ich an dieser Stelle eine Sache ergänzen. Laut Studien kann sich bereits das Nichterkennen und das Nichtfördern einer hohen Intelligenz in Form eines Entwicklungstraumas auswirken.

Bis heute wird im Bildungssystem bei Jungs doppelt bis dreifach so häufig ihre hohe Intelligenz entdeckt im Vergleich zu Mädchen. Und aus Mädchen werden dann logischerweise nicht erkannte und nicht geförderte hochintelligente Frauen. Die sich anders fühlen. Die irgendwie nirgends richtig gut reinzupassen scheinen. Die Smalltalk nicht leiden können oder einfach nicht können und sich lieber allein mit etwas beschäftigen, als sich bei der Pflege sozialer Kontakte zu langweilen.

Und die häufig die Entscheidung für oder gegen eine IQ Diagnostik laaaaange vor sich herschieben. Vom ersten Auseinandersetzen mit dem Thema (oft übrigens nach der Auseinandersetzung mit einer möglichen Hochsensibilität oder nach einer AD(H)S – oder Autismusdiagnostik) bis zur Entscheidung vergehen oft Jahre, manchmal auch Jahrzehnte.

Bei mir waren es exakt zehn Jahre und ich bin mir so dankbar dafür! Und weil ich aus eigener Erfahrung und der Arbeit mit meinen Kundinnen weiß, wie schwer die Entscheidung fallen kann und wie viel Energie das raubt, hab ich für genau dieses Dilemma ein Angebot entwickelt. „Diagnostik ja oder nein – triff mit Leichtigkeit die Entsscheidung“. Ich verlinke es dir hier.

Übrigens wie alle meine Angebote ist auch dieses strukturiert, übersichtlich und ohne unendlich große Wissensbibliotheken, sodass Anfangen und Dranbleiben Freude bereiten und das Abschließen leicht fällt. Du bekommst die relevanten Informationen, hilfreiche Coachingtools und Managementtechniken, sodass dir die Entscheidung leicht fallen wird.

Doch zurück zu meiner Geschichte mit meiner Hochbegabung. Mit meinem Abi in der Tasche – ich brauchte damals 12 (!) Punkte in der Mündlichen in Bio, um überhaupt zu bestehen und machte dann 13 oder 14 – bekam ich keinen Ausbildungsplatz. Ich wollte dual studieren. Speditionskauffrau im Ausbildungsberuf und Logistik im Studium.

Aber mein Schnitt war viel zu schlecht, sodass ich erst mal gejobbt hab. Ich war es gewohnt zu jobben, seit ich 12 war. Babysitten, Zeitungen austragen, Waren einräumen im Einzelhandel. Nach dem Abi dann Verkauf von Outdoorklamotten und Geschenkartikeln. Und ich hab mir den Kindheitstraum erfüllt hinter´m Tresen in einer Diskothek zu arbeiten. Das hat richtig Spaß gemacht: es war viel, es waren klare Prozesse, es hat mich herausgefordert. Besonders auffällig: ich merkte mir unglaublich viele Getränke und die dazugehörigen Menschen, ich machte schnell hohe Umsätze und ich war „ein Arbeitstier“. Aber am nächsten Tag auch immer richtig „platt“ von all den Reizen. 

Was ich dir bis hierhin damit zeigen will: Hochbegabung bedeutet nicht immer Kinderuni, spezielle Förderung, einfaches Lernen, 1,0 Abi oder Friede, Freude, Eierkuchen. Obwohl allen meine schnelle und hohe Auffassungsgabe aufgefallen ist, kam keiner auf das Naheliegendste: meine Hochbegabung.

Sie blieb unentdeckt, ungefördert und die Merkmale entwickelten sich über die Zeit für mich von wertvollen Ressourcen zu ungeliebten Eigenschaften, die ich lieber verborgen hielt und der Welt nicht zeigte. So wie viele andere hochintelligente Frauen auch. In unzähligen Gesprächen hab ich bereits davon gehört.

Unter Anderem übrigens beim mosa·IQ Vernetzungstreffen, meinem Angebot für hochintelligente Frauen (mit und ohne IQ Test) für Austausch und Vernetzung. Komm gern mal dazu. Alle weiteren Infos findest du hier auf meiner Website.

Falls du bereits jetzt gern mehr über insgesamt 126 Merkmale hoher Intelligenz erfahren möchtest, klick gern schon den Merkmals-Check an. Es öffnet sich ein neuer Tab. Er dauert etwa 15 Minuten und du erhältst neben der umfangreichen Liste und deiner individuellen Auswertung auch eine allgemeine PDF mit relevanten Infos rund um Intelligenz und Testung. Achja und meine erste vorsichtige Einschätzung zur Wahrscheinlichkeit einer hohen Intelligenz bei dir – natürlich immer mit dem Hinweis darauf, wie das Ergebnis zu bewerten ist, je nachdem, wo du was angekreuzt hast.

Jetzt aber zurück zur Geschichte.

Nachdem ich ein Jahr gejobbt hatte, fing ich meine Ausbildung an, die ich interessant, aber wenig erwähnenswert für diesen Blogartikel empfinde. Außer der lustigen Tatsache, dass ich alles werden wollte, nur nicht das machen wollte, was bereits mein Papa und mein Onkel machten: alles rund um Spedition. Und dann lernte ich Speditionskauffrau in dem Betrieb, in dem ich mein Schulpraktikum gemacht hatte.

Eigentlich wollte ich in die Bank, weil mich Finanzen schon immer faszinierten. (Kleiner Spoiler: heute bin ich froh, dass ich dort nicht gelernt habe, weil man in einer Bank Bank lernt und eben nicht Geld, aber auch das ist eine andere Geschichte, die ich während meiner Börsenausbildung bei Europas größter Finanzakademie PJM gelernt habe.)

Da ich aber im Praktikum nichts hätte machen dürfen, was mit Geld zu tun hat, empfand ich das als sinnfrei und entschied mich für zwei spannende Wochen in der Disposition einer Tankgutspedition. Prozesse, Abläufe, Orga. Super! Und das in Kombination mit Menschen, mit denen man ein gutes Ergebnis für die Kundschaft erzeugte.

Hieran ist vor allem eines zu erkennen, was hochintelligente Menschen eint: sie suchen immer nach dem Sinn. Finden sie den nicht und erscheint etwas sinnfrei, machen sie es nicht oder stellen es zumindest massiv in Frage und ecken dadurch immer wieder in Unternehmen, Familien, Freundeskreisen und Beziehungen an.

Und dann kam meine Schulbefreiungszeit. Andere nennen es: Studium. BWL an einer Fachhochschule. Ursprünglich wollte ich den Schwerpunkt Logistik studieren, bis ich verstand, dass das, was mir in der Ausbildung gefehlt hatte, im Personalbereich zu finden ist. Arbeitspläne, Personalentwicklungsplanung, Auswahlprozesse, Eignungsdiagnostik.

Neben dem Studium habe ich gearbeitet: in einem produzierenden Unternehmen, das sogar Weltmarktführer für die Lösung war, die sie anbieten: Zapfsysteme für Tankstellen. Mit Zulieferfirmen von all over the world und dem Anspruch auf das Siegel „made in germany“.

Ich forderte Zolldeklarationen an und übernahm die sogenannte Ursprungskalkulation. Meine Berechnungen waren die Grundlage (!) für die Beantragung des Siegels! Fand ich cool. Und der Geschäftsführer, mit dem ich bis heute vernetzt bin, kam eines Tages zu mir und sagte es täte ihm wahnsinnig leid, dass ich diese Aufgabe machen müsse. Allein mit diesen ganzen Dokumenten und Zahlen. Ich verstand ihn gar nicht. Ich fand es super.

Es hat mich schon immer beruhigt, wenn ich logisch aufgebaute Exceltabellen erstellen konnte. Und diese hatte ja einen richtig großen Sinn! Jackpot für mich. Und ja die Aufgabe war nerdig 😉 lieben wir. Mein Freund arbeitet übrigens als ITler, sagt aber gern und immer wieder, dass er zwar der ITler sei, aber ich der Nerd in der Beziehung.

Und dann war da noch die studentische Unternehmensberatung bei uns an der FH. Ich hatte die Vorstellung nach dem Studium Unternehmensberaterin zu werden. Ich war schnell, hatte eine hohe Auffassungsgabe und konnte vor allem immer eines exzellent: komplexe Zusammenhänge in kürzester Zeit erfassen und darstellen, Prozesse analysieren und Optimierungspotential erkennen. Das sind übrigens alles Merkmale hoher Intelligenz, wie ich viele Jahre später erfahren würde.

Die Zeit im Verein war spannend. Von der Team- und Führungsdynamik über die Kundenprojekte (zum Beispiel durften wir ein Management-Dashboard für ein Tesawerk entwickeln, mit dem anschließend die gesamte Produktion gesteuert wurde) und allem, was damit zusammenhing: ich hab mich schnell positioniert für den Bereich Mitgliedsmanagement, Orga und Qualifikation. Heute würde ich sagen: head of people & culture. 😉 Und ich hab es mit großer Freude, Leichtigkeit und Leidenschaft gemacht.

Habe Menschen vernetzt, eingeführt, ausgebildet, Teams zusammengestellt. Love it. Das war der Grundstein für meine spätere Tätigkeit als Personalleiterin, die in mittelständischen Unternehmen breit aufgestellt war. Auch dort waren Personalentwicklung, -begleitung und -auswahl meine Fokusthemen.

Und auch hier: wenn wir einen Sinn erkennen, machen wir Dinge mit großer Freude. In einem Team mit Menschen, die ähnlich schnell denken und Zusammenhänge erfassen, entstand für mich Leidenschaft und Leichtigkeit. Das sind übrigens auch die Gefühle, die ich bei der Entwicklung und Umsetzung meines 126 Merkmale (!) umfassenden Merkmals-Check empfunden habe. Er ist für Menschen, die noch keinen IQ Test gemacht haben und mal gucken wollen, welche Persönlichkeitseigenschaften sie denn haben, die man einer hohen Intelligenz zuschreibt. Ich verlinke ihn dir hier.

Und natürlich auch für Menschen mit bereits nachgewiesenem hohen IQ, die den nächsten Schritt in ihrer persönlichen Weiterentwicklung gehen und sich stärker mit ihren Eigenschaften beschäftigen wollen.

Mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise schloss ich mein Studium (übrigens mit den Schwerpunkten Personal & Organisation, Steuern und Wirtschaftsprüfung -> Menschen und Zahlen sind einfach meins und auch hier gilt das sowohl-als-auch-Prinzip statt des ständigen entweder-oders) mit Auszeichnung ab.

1,4, Zweitbeste im Jahrgang und innerhalb der Regelstudienzeit. Obwohl sich alle immer gefragt und Sorgen gemacht haben, „wie du das schaffen willst“. Studium, Minijob (10h / Woche), Vereinsarbeit (locker 10, manchmal 20h / Woche), Hobbies, Partnerschaft, soziale Kontakte…

Die Antwort war leicht: weil ich endlich auf die Art und in dem Tempo leisten konnte, wie es mir Freude bereitet. Nämlich auf meine und in meinem Tempo! Und endlich endlich endlich spielte meine mündliche Beteiligung üüüüüüberhaupt keine Rolle mehr – juhuu. Für mich wirklich eine Befreiung. Endlich war meine Note nicht mehr davon abhängig, ob ich mich traute, ob es mir sinnvoll und logisch erschien oder ob ich Interesse hatte. Sondern von meiner Leistung in der Prüfung.

Achso und die Prüfungsangst. Die verflog in einem Seminar über Rhetorik und Moderation, indem es im ersten Schritt darum ging so viel falsch zu machen, wie möglich, um so viel wie möglich zu lernen… Das ist übrigens ein Ansatz aus dem LifeDesign, den ich nicht „hart“ praktiziere, der mir aber als Grundlage für meine heutige Fehlerkultur und das didaktische Konzept in meinen Gruppenräumen wie in der Membership go for it! dient. Fehler sind etwas, das wir erwarten und wir wissen, dass wir sie brauchen, um zu lernen.

Zurück zum Studienabschluss. Ich fühlte das erste Mal in meinem Leben, soweit ich mich erinnere, puren Stolz in mir. Ich hatte es geschafft. Aus eigener Kraft, ohne fremde Hilfe und es hatte großen Spaß gemacht. Ok, heute bedaure ich, dass ich nicht öfter feiern gegangen bin, aber hey die wesentlichen Studentenfeiern zum Beginn und Abschluss hab ich immer „mitgenommen“.

Mich hat es schon immer motiviert schnell zu sein, viel zu machen und zu erleben. Das hat unter anderem mit dem Grundgefühl vieler hochintelligenter Menschen zu tun das Leben sei zu kurz für alle Interessen. Ein permanentes Zeitmangelgefühl ist häufig die Folge. Kennst du, oder?

Nach meinem Abschluss wurde dann auch noch meine mit 1,0 bewertete Diplomarbeit über die Frage der „Rationalität bei Entscheidungsprozessen in Unternehmen mit der Folge Personalabbau“ ausgezeichnet. Mit einem Preis von Hochschulen und IHK! Auch hier war ich megastolz und gehe bis heute sehr gern als Alumna zu der Auszeichnungsfeierlichkeit, bei der ich gerne netzwerke.

Nächstes Jahr ist das 15 Jahre her und die vorsitzende Jurorin und ich planen eine besondere Aktion für die Preisträgerinnen und Preisträger in meinem Namen. Das wird großartig. Vielleicht gibt es dann ja einen „mosa·IQ Preis für herausragende wissenschaftliche Leistungen“? 😊 kann mich kurz jemand kneifen? Achso mosa·IQ heißt übrigens meine Firma.

Das Mosaik ist viel besser für mein Verständnis unseres Gehirns geeignet, als beispielsweise ein Puzzle. Du kannst alle deine Eigenschaften und Fähigkeiten immer wieder neu anordnen und jedes Mal wird etwas anderes Wunderschönes daraus. Es gibt keine Begrenzung und auch keine Limitierung bei der Kombination. Es fügt sich über die Fugenmasse einfach wunderbar zusammen und du bist diejenige, die entscheidet, wie. Zurück zur Geschichte.

In der Finanz- und Wirtschaftskrise wurden Stellen und dadurch in der Folge auch Stellen in Personalabteilungen abgebaut und ich bekam keinen Job in der freien Wirtschaft, wo ich eigentlich hätte hingehen wollen. Dafür kam das Angebot meiner Hochschule, ob ich den Bereich Personal & Organisation unterstützen wollen würde. Als „Lehrkraft für besondere Aufgaben“ (heute weiß ich: das ist das Pendant zu den „WiMi“s an der Uni, nur mit der 5-fachen Lehrverpflichtung… 20 statt 4 Stunden pro Woche auf `ner Teilzeitstelle…) für die Fächer Personalwesen & -führung und Managementtechniken (Moderation und Rhetorik).

Ich sagte „ja“ und drei Jahre später hatte ich etwa 20 Abschlussarbeiten auf Bachelor- und Masterniveau betreut, ca. 1.800 Studierende unterrichtet und deren Klausuren korrigiert und eine noch lange nicht fertig gewordene Dissertation in der Schublade. Zum Thema: Rückkopplungsprozesse zwischen Personalführung im Unternehmen und den Akteuren außerhalb des Unternehmens.

Ich wollte nicht weniger als den Forschungsstand der Führungstheorien erweitern und eine neue Führungstheorie entwickeln. Das führte ich neben meiner nächsten Tätigkeit als Personalleiterin dann fort.

Sieben Jahre hab ich die Personalabteilungen dreier Unternehmen verantwortet, sie digitalisiert und green HR Möglichkeiten implementiert. Eines nehme ich ganz bewusst aus dieser Zeit mit. Zum Einen wurde mir klar, dass man mich zwar jedes Mal für meine enormen Fähigkeiten und Ergebnisse „einkaufte“, es der obersten Führungsetage aber etwa nach zwei Jahren immer etwas „zu anstrengend“ mit mir wurde.

Hierarchie hab ich immer als etwas angesehen, dass vor allem eins ist: ein Instrument zur Strukturierung eines Unternehmens, das die Verantwortlichkeiten und Haftungsgrundsätze aufzeigt. Für mich war es immer sehr schwer auszuhalten, wenn ich miterlebte, wie über Hierarchie Status gebildet, und Unterschiede verdeutlicht oder gar Macht missbraucht wurde.

Ja ich treffe Entscheidungen und trage die Konsequenzen.
Ja ich mag große Büros und gute IT Infrastruktur zum Arbeiten.
Ja ich nutze die Marke mit dem Apfel
(weil alles andere zu lahm für meine Verarbeitungsgeschwindigkeit ist).

Aber ich kann es nicht ausstehen anhand meiner Kleidung, des Titels auf meiner Visitenkarte oder des Restaurants, in das ich gehe, bewertet zu werden. Und ja ich sitze aktuell im T-Shirt und einer Yogahose am Schreibtisch, während ich das schreibe und ich gehe exakt so heute Abend in den Vernetzungscall in meiner Membership „go for it!“.

Zurück zum Thema Hierarchie, Status und Macht. Das ist typisch hochintelligent! Ablehnung von Hierarchie als Machtinstrument. Ablehnung von Statussymbolen. Wunsch nach Augenhöhe und Wertschätzung für Leistung. Und vor allem eins: als Mensch gesehen werden und dazugehören. 

Drei gewonnene Arbeitsrechtsprozesse später, war klar: das ist der Punkt, an dem ich mich selbständig mache. Wollte ich schon seit meinem Studium und doch wollte ich erst Erfahrung sammeln und mir Prozesse angucken. Das hab ich gemacht – im Konzern in Hamburg, in KMU´s in Schleswig-Holstein und jeweils in unterschiedlichen Branchen.

Eine ganz wesentliche Erkenntnis ist wie immer keine Rocket Science. Im Veränderungsprozess spielen Technik und Prozesse eine geringere Rolle als die Menschen und die Kultur. Und das ist, was ich heute liebe, lehre und lebe. Wann immer ich eine Veränderung initiieren will, nehme ich das Team mit – mein inneres genauso wie mein großartiges Freelancerinnenteam.

Bin ich Profi darin? Ja! Bin ich perfekt darin? Das müssen Andere beurteilen, aber eins will ich dir mitgeben: Veränderung bedarf keiner Perfektion. Sie bedarf einer klaren Intention, Haltung und Mut die Veränderung auch dann umzusetzen, wenn du Angst hast.

Das gilt übrigens für Alles im Leben – vom Wohnort- und Berufswechsel zur privaten Trennung von geliebten Menschen hin zum neuen Hobby oder einem neuen Blick auf dich selbst.

Wenn du das hier liest, hab ich eine Frage für dich:

  1. Wenn du nicht getestet bist: Wie würde sich dein Blick auf dich selbst verändern, wenn du hochintelligent wärst und deine hohe Intelligenz in dein Leben integrierst?
  2. Wenn du getestet bist: Wie hat sich dein Blick auf dich selbst verändert, nachdem du das Ergebnis erfahren hast und wie hast du deine hohe Intelligenz mittlerweile in dein Leben integriert?

Puh was für ein Ritt durch meine ganz persönliche Geschichte mit meiner hohen Intelligenz. Jetzt interessiert mich, was du mitnimmst, welche Erkenntnisse du gewonnen hast, wo Fragen aufgetaucht sind. Kommentiere super gern zu diesen Fragen und auch zu all dem, was dir sonst noch dazu im Kopf „umhergeistert“, während oder nachdem du das hier gelesen hast.

PS: Ich hab mich 2018 übrigens von Dr. Karin Joder testen lassen und wir sind nach wie vor miteinander vernetzt. Sie ist eine der Diagnostikerinnen, die ich immer wieder gern empfehle und die deshalb auch auf der Liste der Diagnostikerinnen in meinem Selbstlernkurs zur Entscheidungsfindung für oder gegen eine IQ Diagnostik zu finden ist.

PPS: Meine IQ Diagnostik war noch aus einem weiteren Grund ein absoluter Segen für mich. Sie war die Grundlage für die Beurteilung im Rahmen einer Erkrankung meines Gehirns und machte deutlich, dass es sich dabei um eine schwere Ausprägung handelte, wodurch ich priorisiert an Behandlungstermine kam. Hätte das Gutachten nicht vorgelegen, wäre es „nur“ ein leichte Form „gewesen“, weil die Abweichung des damals messbaren IQs von etwa 50 nur um 50% vom Durchschnitt abwich, aber eben deutlich mehr von über 130.

PPPS: Link zu Susanne´s Blogparade.

Heute.

Heute kenne ich viele Zusammenhänge, wie diese und bin offen für alle, die sich noch offenbaren:

  • Ich bin ins Underachievement gerutscht / gegangen, weil ich nicht gelernt hatte zu lernen.

  • Ich hab meine Leistung jahrzehntelang verborgen, damit sich andere Menschen nicht schlecht fühlen, weil sie selbst beurteilen es „nicht so gut“ wie ich zu können.

  • Ich hab meine Leistung jahrzehntelang verborgen, um weniger gemobbt zu werden. Was man nicht sieht, kann man auch nicht angreifen.

  • Ich hab meine Leistung jahrzehntelang verborgen, um dazu zu gehören. Was man nicht sieht, existiert nicht.

  • Ich hab weniger Leistung erbracht, um nicht noch mehr langweilige Aufgaben zu bekommen.

  • Ich hab weniger Leistung erbracht, um dazuzugehören.

  • Ich hab weniger Leistung erbracht, um weniger aufzufallen.

  • Ich hab weniger Leistung erbracht, um weniger gemobbt zu werden. Streberin war noch das harmloseste Wort, das ich hören musste.

  • Ich bin ins Underachievement gerutscht, weil ich frustriert war, weil meine sehr guten Noten im Zeugnis abgeschwächt wurden, weil ich mich nicht ausreichend mündlich beteiligte. Warum soll ich etwas mündlich sagen, wenn ich es schriftlich doch längst gesagt hatte?

  • Ich bin ins Underachievement gerutscht, weil es für mich eine Bewältigungsstrategie gegen die Langeweile war lange Zeit nicht zu lernen und den Berg unendlich anwachsen zu lassen, nur leider hab ich den Point of no Return überschritten.

  • Ich bin ins Underachievement gerutscht / gegangen, weil ich nicht gelernt hatte zu lernen.

Hier endet mein Blogbeitrag, aber meine Geschichte mit meiner Hochbegabung noch lange nicht. Ich freue mich auf jedes Kapitel, das noch geschrieben wird. Und das wünsche ich dir auch: Viel Freude mit deiner hohen Intelligenz.

Du bist auf dem Weg, deine hohe Intelligenz zu entdecken?

So kann ich dich dabei unterstützen:

Diagnostik:
ja oder nein?

Du hast noch keinen IQ-Test gemacht, aber die Themen Intelligenz und Hochbegabung
beschäftigen dich?

In meinem Mini-Kurs unterstütze ich dich dabei, deine Entscheidung für oder gegen eine IQ-Diagnostik zu treffen.

Merkmals-Check:
Quiz mit 126 Fragen

Mit dem Merkmals-Check kannst du herausfinden, welche und wie viele Merkmale hoher kognitiver Intelligenz auf dich zutreffen.

Als Ergebnis erhältst du eine individuelle Auswertung und allgemeine Hinweise zu IQ-Tests und den Merkmalen.

Adventskalender:
24 Merkmale

Tauche im Dezember täglich in eins von 24 Merkmalen hoher Intelligenz ein und erfahre, was sie für dich und deinen Alltag bedeuten.

Durch die Reflektionsarbeit erzeugst du nicht nur Klarheit, sondern vor allem: Dankbarkeit, Leichtigkeit, Freude und Stolz

Mein Name ist Miriam

Ich begleite Frauen dabei ihre eigenen Themen in die Umsetzung zu bringen – egal, wie schwer es erscheint.

Meine mosa·IQ Erfolgsformel:

Mindset(arbeit) + LifeDesign + Management = Umsetzungserfolg

Wir lösen gedankliche Blockaden, entwickeln einen Lebensentwurf, der richtig Freude bereitet und setzen dann das Management drauf, was dafür hilfreich ist.

Die Gemeinsamkeit aller Frauen ist einfach: sie denken schnell, viel und meistens in komplexen Zusammenhängen. Sie sind überdurchschnittlich intelligent – unabhängig davon, ob sie es schon wissen oder nicht. 

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Menschen mit hoher kognitiver Intelligenz besitzen häufig eine immense Kreativität, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen zeigt. Die klassische Kreativität in Kunst und Kultur gehört genauso dazu wie die, kreative Lösungen für knifflige Fragestellungen zu entwickeln. Aus meiner Perspektive gehören

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✨ Fehler höher bewerten als Erfolge

Menschen mit hohem kognitiven IQ neigen dazu Fehler höher zu bewerten als Erfolge. Einige nehmen ihre Erfolge auch lediglich zur Kenntnis, empfinden aber weder Stolz noch Freude. Das ist in der Regel Teil der eigenen Sozialisierung sein. Sich selbst nicht

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    Comments

  1. 12. Dezember 2025

    Liebe Miriam,
    ich danke dir für deinen ausführlichen Artikel rund um deine Geschichte und als Beitrag zu meiner Blogparade. Es ist interessant zu lesen, wie sie sich mit vielen anderen Geschichten hochbegabter Frauen deckt. Umso schöner, dass du deinen Weg gefunden hast und mehr noch, anderen Frauen dabei hilfst. Gerade hochbegabte Mädchen stehen vor großen Herausforderungen, die mir niemals so aufgefallen wären, da ich zwei hochbegabte Jungs habe. Aber Puzzleteile meiner Geschichte kommen als spät erkannte hochbegabte Erwachsene immer mehr ans Licht.
    Ich selbst habe auch Abi mit 3,2 gemacht und war nie eine Hochleisterin – außer in den Dingen, die mich begeistern. Das zum Thema Sinnhaftigkeit. Das betone ich auch immer wieder in meiner Arbeit.
    Ich danke dir nochmals für deine Geschichte, in der ich mich teilweise stark wiedererkannt habe.
    Alles liebe,
    Susanne

    Antworten
    • 14. Dezember 2025

      Liebe Susanne,
      vielen Dank für deine Worte.
      Wie schön, dass auch du dich in meiner Geschichte wiedererkannt hast.
      Genau das sol sie – Anschlussfähigkeit erzeugen, ein sich-selbst-erkennen ermöglichen und dadurch die Perspektive zu verändern.
      Spannend ist nämlich dein Satz: „Ich war nie eine Hochleisterin – außer in den Dingen, die mich begeistern.“ Na meiner Definition bist du dann eine Hochleisterin und du entscheidest selektiv, wann du diesen Teil deiner Persönlichkeit nutzt und wann eben nicht. Möglicherweise ist das auch einfach eine großartige Form von Energie- und Ressourcenmanagement…
      Herzliche Grüße und vielen Dank für deine Möglichkeit meinen Artikel in deiner Blogparade zu verlinken.
      Miriam

      Antworten

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24. Dezember

Kreativität

Menschen mit hoher kognitiver Intelligenz besitzen häufig eine immense Kreativität, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen zeigt. Die klassische Kreativität in Kunst und Kultur gehört genauso dazu wie die, kreative Lösungen für knifflige Fragestellungen zu entwickeln. Aus meiner Perspektive gehören ebenso Verhaltensstrategien dazu, die häufig durch das Unterbewusstsein gesteuert werden.

Tatsächlich weiß man, dass jeder Mensch kreativ ist – auf eine individuelle Art und Weise. „Unkreativ“ gibt es also nicht 😉. Ich sag das deshalb, weil ich diese Überzeugung öfter mal höre.

Zwei Tipps von mir:

  1. Falls du keine Lösung auf ein Problem findest, werde dir deiner Kreativität bewusst und frage dich, ob du eine kreative Lösung finden kannst.
  2. Werde dir insgesamt deiner Kreativität bewusst und frage dich, wo du sie aktuell zum Ausdruck bringst und was du dir wünschen würdest. Vielleicht nutzt du die Zeit des Jahreswechsels, um darüber nachzudenken und eine Intention für das neue Jahr zu setzen.[1]

[1] Dafür würde sich übrigens auch extrem gut die Methode des Mottoziels eignen, die ich dir als Geschenk in deinen Nikolausstiefel gesteckt habe.

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Workbook & Affirmationskarten

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23. Dezember

Fehler stärkere Gewichtung als Erfolg

Menschen mit hohem kognitiven IQ neigen dazu Fehler höher zu bewerten als Erfolge. Einige nehmen ihre Erfolge auch lediglich zur Kenntnis, empfinden aber weder Stolz noch Freude. Das ist in der Regel Teil der eigenen Sozialisierung sein. Sich selbst nicht so wichtig nehmen, den Anderen kein schlechtes Gefühl bereiten wollen oder aber auch nicht wettbewerbsorientiert sein zu sollen, sind alles Aspekte, die hier mit reinspielen.

Allerdings – und das ist das Traurige daran – kann das richtig „nach hinten losgehen“. Werden die eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten in der eigenen Selbstwahrnehmung zunehmend oder grundsätzlich stärker gewichtet als Erfolgserlebnisse, kann dies zum Impostor-Selbstkonzept[1] führen. Der Selbstwert und das subjektive Selbstbild leiden extrem. Gefühle wie Enttäuschung und Frustration werden stärker gelebt als Freude und Stolz.

Auch nicht zu unterschätzen ist die daraus resultierende mögliche Dynamik von subjektiver Abwertung, Umsetzungsblockaden, mangelnde Fehlertoleranz, mangelnden Lernkurzen, erfolgsverhindernde (unbewusste) Strategien…

[1] Siehe dazu auch die Ausführungen und Verlinkungen im Merkmal 6.

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22. Dezember

Ablenkbarkeit

Damit hattest du vermutlich nicht gerechnet, oder? Tatsächlich weisen Menschen mit hohem kognitiven IQ eine größere Ablenkbarkeit auf, als der Durchschnitt. Pathologische Formen wie man sie bei AD(H)S beobachten kann, sind hiervon ausgenommen.

Warum ist das so? Hohe Reizoffenheit, schnelle Verarbeitungsgeschwindigkeit, Streben des Gehirns nach „Futter“ sind aus meiner Perspektive drei Aspekte, die im Wesentlichen dazu beitragen können. Natürlich spielen auch sogenannte Doppeldiagnosen wie AD(H)S oder Traumata eine Rolle, die ich hier aber nicht beleuchte.

Für dich heißt das zunächst: es ist ganz normal, falls du schnell ablenkbar bist. Dann heißt es einfach, dass du dir bewusst darüber werden solltest, welche Rahmenbedingungen du für welche Aufgaben und Tätigkeiten benötigst. Wo magst du die Ablenkbarkeit vielleicht sogar und wo stört sie dich? Überall dort, wo du Einfluss hast und Veränderungen vornehmen kannst, tu es.

Ein Beispiel von mir und meinem Büro. Ich benötige „freie Sicht“. Bedeutet für mich, dass mein Schreibtisch in den Raum geöffnet steht, ich also die Wand im Rücken und einen freien Blick in den Raum habe. In meiner Sichtachse sollte es möglichst reizreduziert „zugehen“. Heißt: Wenige schlichte Pflanzen, keine Unordnung, Regale geschlossen (mit Türen oder Schiebegardinen), Schreibtisch aufgeräumt. Dann ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass ich einer hohen Ablenkbarkeit unterliege. Über Handy, Tür- und Telefonklingeln oder Menschen, die ungefragt reinkommen, könnten wir uns auch unterhalten 😉 Dafür braucht es „Spielregeln“ und auch hier: hast du Einfluss, übe ihn in deinem Sinne aus. Hier gilt: für dich und nicht gegen die Anderen.

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21. Dezember

vorauseilendes Denken

Menschen mit hohem kognitiven IQ denken aufgrund ihrer schnellen Verarbeitungsgeschwindigkeit oft (sehr) vorauseilend. Da ist man gedanklich schon mal sprichwörtlich „zehn Schritte weiter“ und hat Mühe an die Schritte zwischen jetzt und zehn noch zu denken, nichts zu vergessen.

Das ist zunächst weder positiv noch negativ zu bewerten, allerdings entstehen oftmals Herausforderungen wie zum Beispiel vermeintliche Vergesslichkeit, Flüchtigkeitsfehler, dem Gefühl sich zu verzetteln (sowohl in den eigenen Gedanken als auch im Außen), innere Unruhe und dem Gefühl von Rastlosigkeit.

Auf Andere kann es schnell mal sprunghaft wirken. Ich bekomme selbst öfter mal die Rückmeldung es sei, als ob „der Mittelteil fehlt“. Tut er dann ja auch in der Kommunikation mit Anderen, weil man diesen dann zwar gedacht, aber oft nicht verbalisiert hat.

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20. Dezember

Unverständnis oder Ablehnung durch Andere

Oft erleben Menschen mit hoher kognitiver Intelligenz Unverständnis und Ablehnung – sowohl im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis als auch im Berufs- und Jobumfeld. Das kann bereits früh beginnen und erste Spuren während Kindheit und Jugendzeit zeichnen. Schauen wir mal auf drei konkrete Aspekte.

  • Verbesserungsvorschläge bei gleichzeitigem Optimierungsstreben
  • „Kritische“ Anmerkungen*
  • Ungewöhnliche Arbeitsmethoden

Menschen mit hohem kognitiven IQ streben häufig danach die Dinge besser und/ oder einfacher zu machen. Aus den unterschiedlichsten Gründen wie zum Beispiel Zeitersparnis oder für ein besseres Produkterlebnis. Damit kann bei anderen Menschen der Eindruck entstehen das „Alte“, „Beständige“ hat keinen oder weniger wert. Vielleicht entsteht sogar ein Gefühl vom ständigen „Stören“ und „Nörgeln“. Schließlich ist ja offensichtlich „nichts gut genug“. Dabei ist gerade die gute Basis doch die Ausgangslage für Verbesserungen. Die Folge: Widerstand, Ablehnung, Unverständnis. Oft auch Rückmeldungen wie: „wieso, reicht doch!“.

*Ich habe „kritische“ bewusst in Anführungszeichen gesetzt, denn häufig sind es sachlich „gebotschaftete“ aber als kritisch gehörte Anmerkungen, um die es hier geht. Hierbei handelt es sich also häufig um eine Störung auf der kommunikativen Ebene zwischen Senderin und Empfängerin, zumal Menschen mit hohem IQ häufig sehr sachebenenbetont kommunizieren. Dazu kann es passieren, dass der Unterschied zwischen Feedback und sachlicher Kritik nicht klar ist und die Absenderin der Anmerkungen somit immer als kritisch empfunden wird.

Menschen mit hohem kognitiven IQ arbeiten oft anders, was logischerweise aus ihre anderen Art zu denken heraus resultiert. Für andere Menschen kann dies ungewöhnlich sein. Da werden Zwischenschritte „einfach weggelassen“, Methoden „umgedreht“ oder Sortierungen nach einem ganz eigenen Prinzip vorgenommen.

Das Alles kann zu Unverständnis und Ablehnung führen. Mach dir bewusst, dass dein Gegenüber es sich nicht vorstellen kann, weil es einfach weit entfernt von der eigenen Realität und Art zu denken entfernt ist. Ablehnung entsteht psychologisch betrachtet auf der Basis dreier Aspekte. Gleichartigkeit (man ist sich „zu ähnlich“), Andersartigkeit und Veränderung. Na? Kannst du die Ablehnung, die du bis dato erfahren hast, jetzt möglicherweise mit anderen Augen sehen?

Lass mich noch eine Sache ergänzen. Ablehnung und Unverständnis wirken dann besonders stark (nach), wenn du wenige oder keine Peer Groups hattest. Genau dafür habe ich Formate entwickelt, die du nutzen kannst.

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19. Dezember

Lebensgrundgefühl an Umsetzung gekoppelt

Werte leiten und alle unbewusst durch unser Leben. Bei Menschen mit hohem kognitiven IQ ist das noch etwas stärker ausgeprägt. Ebenso haben sie zumeist eine Art Seismograph, der sehr schnell anzeigt – nicht immer auf bewusster Ebene, oft auch auf körperlicher –, wenn sie entgegenhandeln. In Kombination mit der Umsetzung der eigenen Begabungen dienen sie beide als Maßstab für die Bewertung des eigenen Lebens. Und dann ist die Gleichung einfach.

Gelebte Werte und eingesetzte Begabungen = Zufriedenheit.

Gibt es irgendwo Abweichungen sinkt auch die Zufriedenheit bis hin zu pathologischen Zuständen wie Depression, Bore- und Burnout.

Daher ist es enorm wichtig die eigenen Werte zu kennen und das Leben bestmöglich danach auszurichten und gleichzeitig immer wieder zu analysieren, wo die eigenen Begabungen liegen. Darüber hinaus ist es total sinnvoll sich auch immer wieder zu fragen, was man nicht nur gut kann, sondern zudem auch gerne mag, damit man sie dann auch zur eigenen Zufriedenheit einsetzen kann…

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18. Dezember

Zweifel an der eigenen Intelligenz

„Ich? Überdurchschnittlich intelligent oder sogar hochbegabt? Im Leben nicht! Ich bin absolut Durchschnitt, vielleicht sogar unterdurchschnittlich!“

So oder so ähnlich höre ich es immer und immer und immer wieder. Und jedes einzelne Mal tut mir ehrlich weh. Was ist es, dass Frauen so stark an ihrer eigenen hohen Intelligenz zweifeln lässt? Nun, ich bin keine Freundin von Schuldzuweisungen, aber häufig liegt die Ursache in Zuschreibungen durch Andere und sogenannten Resonanzerfahrungen in Kindheit und Jugendalter. Oder es diente ursprünglich als Verhaltensstrategie im Sinne der Anpassung, um einfach dazu zugehören. Weil, sind wir mal ehrlich – irgendwie anders warst du doch schon immer, oder?

Ein zweites Phänomen, das vor allem in der Literatur immer wieder beschrieben wird, ist die Rollensozialisierung, die trotz Emanzipation, equal pay und anderen Initiativen immer noch erfolgt. Wenn Mädchen etwas sehr gut können, haben sie fleißig geübt. Können Jungs etwas sehr gut, haben sie Talent dafür…

Überleg doch mal: wo schreibst du Fähigkeiten eher deinem Fleiß und wo deiner Intelligenz zu? Na? Erwischt? 😉

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17. Dezember

Lebenszeit ist zu kurz

Viele Menschen mit hoher kognitiver Intelligenz haben permanent oder zumindest in regelmäßigen Abständen und teilweise sehr intensiv das Gefühl ihre Zeit würde einfach überhaupt gar nicht ausreichen. Nicht nur die Tage, Wochen, Monate, Jahre sind zu kurz – nein, das komplette Leben reicht einfach überhaupt gar nicht aus für all das, was sie gern umsetzen wollen würden.

Nicht selten ist dann eine Art „Freeze“-Modus der Fall. Entweder man verfällt in Hektik oder in eine besondere Form der Lethargie. Nicht selten gesellen sich dann Gedanken und Glaubenssätze dazu, die vordergründig erstmal sogar plausibel erscheinen können. „Keine Zeit“, „kein Geld“, „lohnt sich nicht“, „mir fehlen die Fähigkeiten“… Doch am Ende ist das oft nur die sogenannte vordergründige Agenda. Die hidden agenda zeigt einen immensen Stress aufgrund der Endlichkeit des Lebens.

Dabei geht es aus meiner Perspektive um viele Faktoren: sich der eigenen Endlichkeit bewusst sein und Fähigkeiten entwickeln damit konstruktiv umgehen zu können, Entscheidungen (schnell) treffen zu können und wertebasiert zielorientiert umsetzen. Mit Fokus, Energie, Ruhe und Gelassenheit. Und das Leben – philosophisch betrachtet – als das zu sehen, was es ist: ein Entwicklungsprozess.

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16. Dezember

Großer Freiheitsdrang

Menschen mit hohem kognitiven IQ machen gern „ihr eigenes Ding“. Sie lieben es selbstbestimmt zu arbeiten, zu leben und ihre Freizeit zu gestalten. Lassen sich ungern etwas sagen und haben so ihre Herausforderungen mit streng hierarchischen Strukturen. Dazu kommt der Wunsch, manchmal auch Drang, die Dinge so zu machen, wie man sie selbst „für richtig hält“. Last but not least gehört zu diesem Aspekt noch das Bedürfnis nach Flexibilität. Das kann ganz unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei einigen sind es Wohnform und -ort (Stichworte Digitale Nomaden, alternative Wohnformen), bei anderen Arbeits- und Freizeit oder auch spontan nach Lust, Laune und Energie darüber zu entscheiden, welche Aufgaben heute erledigt werden. Veränderung von Themen- und Aufgabengebieten kommt noch hinzu und die Liste ist mit 100%iger Wahrscheinlichkeit nicht mal annähernd abschließend 😉

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15. Dezember

Hoher Ehrgeiz in der Verfolgung von Zielen

Das Thema Ziele ist bei Menschen mit hohem kognitiven IQ schon speziell, könnte man sagen. Da sind einerseits die Zweifel, ob sie erreichbar sind, andererseits – und das ist das Thema heute – wird häufig ein hoher Ehrgeiz aufgebracht die Ziele zu verfolgen und letztlich zu erreichen. Von Außen betrachtet kann das schon mal aussehen, als gäbe es nichts anderes oder es wird die Beurteilung „verbissen zu sein“ getroffen.

Der Ehrgeiz kann pathologische Ausmaße annehmen bis hin zur Selbstaufgabe. Bedürfnisse werden dann nicht mehr berücksichtigt, es „muss“ erreicht werden, was man doch so sehnlichst erreichen „will“.

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14. Dezember

Zweifel an gesetzten Zielen

Dir fällt es leicht Ziele zu setzen, kommst aber vielleicht irgendwann – oder auch immer mal wieder – an den Punkt, an dem du Zweifel entwickelst? Vorweg: Das ist total „normal“! Fragen wie: „Sind das die richtigen Ziele?“ „Sind sie zu niedrig oder zu hoch?“ „Wäre es wirklich gut das Ziel zu erreichen?“ zeigen mir vor allem eins: dein Wachstum. Denn wo Wachstum entsteht, entsteht Angst und Angst erzeugt Zweifel. Die übrigens gesellschaftlich sehr anerkannt sind 😉.

Doch was passiert „unterwegs“? Du hast dir ein Ziel gesetzt und angefangen die Maßnahmen umzusetzen, die aus deiner Perspektive notwendig sind, um es erreichen zu können, oder? Vielleicht hast du dir auch nur ein Ziel gesetzt, aber keine Maßnahmen zur Erreichung geplant oder du hast sie geplant und setzt sie nicht um – entweder gar nicht oder anfangs intensiv und dann immer weniger.

Dann wäre es doch logisch daran zu zweifeln, oder? Wann bist du eigentlich erfolgreich? Bei Zielerreichungsquoten von 100% oder vielleicht schon bei 25%? Zugegeben, klingt seltsam, denn wir sind gesellschaftlich so geprägt worden, dass ein Ziel zu 100% erreicht werden soll, damit „man“ es gut gemacht hat. Was wäre denn, wenn du bereits erfolgreich wärst, wenn du 25% erreichst? Hochgesteckte und utopische Ziele öffnen Möglichkeitsräume im Gehirn, sodass wir auf neue Maßnahmen kommen diese hohen Ziele zu erreichen. Und wenn wir dann 5, 10 oder auch 15% davon erreichen ist das richtig gut!

Zweifel sind immer eine Frage von Ausrichtung und Fokus, aber vor allem von Erwartungsmanagement und das basiert auf Konditionierung Anderer, die auf Zielerreichungsquoten von über 95% „getrimmt“ waren.

Warum Menschen mit hohem kognitiven IQ schneller und größere Zweifel an Zielen hat, kann ich dir leider nicht sagen. Studien und der Alltag in Coaching- und Psychotherapiepraxen belegen das.

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13. Dezember

Schnelles Aufgeben

Als Erwachsene können überdurchschnittlich intelligente Menschen dazu neigen „schnell“ aufzugeben. Der Grund ist denkbar einfach: in der Kindheit „fiel“/ „flog“ einem anfänglich „alles zu“. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb viele Menschen mit hoher kognitiver Intelligenz keine Strategien und Routinen für das Lernen und Üben entwickelt haben oder dies dann erst als Jugendliche oder Erwachsene tun „müssen“.

Erkennbar ist dieses Merkmal recht leicht. Gelingt etwas nicht auf Anhieb oder nach wenigen Versuchen, wird aufgegeben. Manchmal auch – das wirkt dann oft auch kindlich – unter Einfluss von Wut und Aggression, sodass nicht selten etwas dabei zu Bruch geht.

Wichtig ist also: Frage dich, wie du dich einer neuen Sache

  • nähern oder
  • sie erlernen willst.

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12. Dezember

Entscheidungsfindung

Menschen mit hoher kognitiver Intelligenz haben oft das Gefühl sich nicht gut entscheiden zu können oder, dass es gefühlt „ewig“ dauert und im schlimmsten Fall dann oft zu spät ist. Natürlich kann das auch eine unbewusste Strategie sein, wenn man sich eigentlich schon entschieden hat, diese aber vielleicht nicht kommunizieren möchte.

Grundsätzlich ist es so, dass es aufgrund der hohen Komplexität des Denkens und somit Berücksichtigung multipler Faktoren schwer sein kann Entscheidungen – in der geforderten oder einen angemessenen Zeit – zu treffen. Ich will hier aber auf einen anderen Aspekt eingehen: des Erlernens der Kompetenz Entscheidungsfähigkeit.

Dafür machen wir einen Sprung in die Kindheit. Dort lernen wir uns zu entscheiden – und zwar im besten Fall auf der Basis unserer Präferenzen. Doch die müssen wir erst einmal kennenlernen und in Erfahrung bringen. Ergo: Kennen wir unsere Präferenzen nicht, fällt eine Entscheidung sehr schwer. Dazu kommt im Erwachsenenalter das Bewusstsein darüber, dass es viele Faktoren gibt, die zu berücksichtigen sind und wir können uns ungefähr das Maß der Unsicherheit vorstellen, unter dem wir eine Entscheidung treffen.

Zurück in die Kindheit. Wie erlernen wir Entscheidungsfähigkeit? Indem wir anfangen, aufhören, anfangen, aufhören… Hobbies, Interessen, Freundschaften – einfach alles sollten Kinder ausprobieren. Immer und immer wieder und ja auch öfter. Das gilt übrigens grundsätzlich für Kinder. Es ist ein Entwicklungsschritt. Können wir uns als Erwachsene also schwer entscheiden oder gibt es andere Probleme dabei wie ein hohes Maß an Stress oder eine ungewöhnlich lange Dauer, die Druck erzeugt, lohnt es sich mal hinzuschauen, ob es hier möglicherweise eine Entwicklungsstörung gegeben hat. Großes Wort, ich weiß, nützt aber nix 😉.

Wenn Kinder „gezwungen“ werden sich „endlich mal zu entscheiden“ oder „nur“ eine stark limitierte Anzahl an Interessen und Hobbies nachgehen zu dürfen (die Gründe dafür sind vielfältig und aus Erwachsenenperspektive absolut gerechtfertigt und sachlogisch!), kann es zu so einer Entwicklungsstörung kommen.

Wichtig sind zwei Aspekte: Kinder mit hohem kognitiven IQ müssen einfach mehr ausprobieren, öfter anfangen und aufhören, um wieder anzufangen und wieder aufzuhören. Und: die Kompetenz ist im Erwachsenenalter nachentwickelbar. Das kann zum Beispiel im Rahmen von 1:1 Coaching erfolgen, weil wir da ganz individuell auf die Bedürfnisse und Herausforderungen schauen und einen Nachentwicklungsplan entwickeln können. Falls du dich dafür interessierst, schau gern mal auf der Seite für 1:1 Coaching, ob das etwas für dich sein könnte. Du hast dort die Möglichkeit eine unverbindliche Anfrage zu stellen.

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11. Dezember

Vielseitige Interessen

Eins meiner persönlichen Lieblingsmerkmale. Vielseitiges Interesse – man nennt es auch multithematisches Interesse. Menschen mit hohem kognitiven IQ sind schnell an etwas interessiert, „fangen“ umgangssprachlich „Feuer“. Können sich begeistern bis hin zu wahrer Euphorie und wahnsinnig schnellem Einarbeiten in die neue Thematik.

Herausfordernd wird es dann, wenn das Gefühl entsteht irgendwie gar keine Zeit dafür zu haben oder bei dem Gedanken „nie was richtig zu machen“. Von außen betrachtet kann der Grad der Vielseitigkeit auch als sprunghaft erlebt und beurteilt werden. Die große Herausforderung kann also sein es einerseits so zu jonglieren, dass man selbst Freude daran hat und andererseits es so zu kommunizieren, dass es verständlich für Andere ist. Denn auch dieses Merkmal ist Teil deiner Persönlichkeit. Es sei denn es ist eine unbewusste Verhaltensstrategie gegen das erfolgreiche Umsetzen… Aber das thematisiere ich in meiner Begleitmail und im Workbook…

Workbook & Affirmationskarten

Wenn du tiefer eintauchen möchtest, meld dich zum Adventskalender an. Du bekommst begleitende e-Mails und ein Workbook mit gezielten Fragen und ausreichend Platz für deine Notizen für deine Selbstreflexion zu den einzelnen Merkmalen. Bonus: exklusive Affirmationskarten

10. Dezember

Zweifel an der eigenen Person

Der Zweifel an der eigenen Person macht sich häufig durch massive Selbstzweifel bemerkbar. Das Gefühl weniger wichtig oder wert zu sein, als Andere. Angst vor Risiken und die Suche nach dem Beweis, dass man geliebt wird, können den Alltag ganz schön herausfordernd gestalten.

Es geht bei den Zweifeln an der eigenen Person tatsächlich um die Zweifel rund um das eigene Sein, was deutlich stärker wiegt, als die Zweifel an den eigenen Fähigkeiten. Natürlich ist aber beides auch miteinander verknüpft.

Um es differenzieren zu können, kann diese Frage hilfreich sein: bin ich es wert? Taucht sie auf, geht es um die Art von Selbstzweifel an der Person. Sie tarnt sich oft auch mal als „bin ich gut genug (in…)?“ und vermischt sich an der Stelle gern mit den Zweifel an den Fähigkeiten. Auch die (innere) Frage, ob sich etwas (wie das Umsetzen eines eigenen Themas) lohnt kann darauf hindeuten, dass es eine Selbstwertthematik gibt. Nämlich immer dann, wenn es eben nicht nur um eine faktenbasierte Analyse für eine Entscheidung geht, sondern da „mehr im Spiel“ ist.

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9. Dezember

Ungeduld und Langeweile

Ungeduld und Langeweile können zwei Ausprägungen ein und derselben Seite der Medaille sein – Unterforderung. In Kombination mit der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit treten beide Merkmale schnell und häufig auf. Durch Unterstimulation oder den Eindruck „es ginge auch schneller“ entsteht Ungeduld. Wir würden dann bildhaft gesprochen gern „anschieben“. Langeweile entsteht ebenfalls durch Unterstimulation. Das Gehirn bekommt einfach nicht ausreichend kognitive Reize zur Verarbeitung und wir verfallen in Langeweile. Das Ausmaß kann dabei ganz individuell sein und ist unabhängig davon, ob wir aktiv und beschäftigt oder inaktiv sind. Eine hohe Aktivität ist kein Garant für die Abwesenheit von Langeweile, sondern eher die Tätigkeit selbst.

Ein großes Risiko hierbei ist das Boreout, das bei mangelnder Kenntnis über die kognitive Intelligenz sehr schnell als Burnout fehldiagnostiziert wird. Die Symptome sind ähnlich, aber die Ursache ist anders und somit braucht es auch eine andere Behandlung.

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8. Dezember

Sprechtempo

Menschen mit hoher kognitiver Intelligenz besitzen die Fähigkeit schnell zu sprechen. Das wird von Anderen häufig als „zu schnell“ empfunden, wirkt gegebenenfalls auch sprunghaft, wenn Sätze nicht beendet werden und neue bereits begonnen oder zwischen Themen gesprungen wird. Man schreibt dann schnell mal die Wirkung hektisch, nicht souverän, aufgeregt und ähnliches zu, dabei haben wir einfach oft auch hier schlichtweg ein höheres Tempo. Schließlich wollen die vielen Gedanken auch verbalisiert werden 😉

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7. Dezember

In Zusammenhängen denken

Alles durchdenken, Zusammenhänge entdecken und aufzeigen und bei Entscheidungen am Liebsten alles berücksichtigen. Häufig auch wahnsinnig schnell und für Andere herausfordernd zu folgen. Vor allem, wenn auch noch Gedankensprünge dazukommen.

Ich persönlich liebe es in Zusammenhängen zu denken, Muster zu erkennen und richtig gut durchdachte Entscheidungen zu treffen. Mittlerweile liebe ich aber genauso die schnellen Entscheidungen, die auf Resonanz basieren.

Aber das war nicht immer so und so kann es auch dazu führen, dass wir uns gar nicht entscheiden können, weil einfach so viele Aspekte berücksichtigt werden wollen und diese durchaus auch gegensätzlich sein können. Dann drehen wir uns im Kreis und kommen im schlimmsten Fall aus dieser Gedankenspiral nicht mehr raus und entscheiden gar nicht.

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6. Dezember

Zweifel an den eigenen Fähigkeiten

Trotz hoher Fähigkeiten können ebenso große Zweifel an ihnen bestehen. Auch ohne gleich vom Imposter-Selbstkonzept zu sprechen, haben wir oft das Gefühl unsere Fähigkeiten seien nichts Besonderes oder das könne doch jede.

Wir bewerten unsere Kompetenz damit aber unrealistisch und im schlimmsten Fall uns damit ab.

Zurück geht das häufig auf zwei Phänomene. Erstens haben wir oft als Kinder keine realistischen Maßstäbe kennengelernt und waren häufig unter- und manchmal überfordert. Oder wir wollten uns um alles in der Welt einfach nur zugehörig fühlen und haben die Zweifel an unseren Fähigkeiten genutzt, um uns bewusst schlechter zu machen, weil wir dachten so wäre es einfacher uns zu mögen und dazuzugehören. Und irgendwann haben wir angefangen uns zu glauben.

Nikolausaktion

Heute steckt eine Methode in deinem virtuellen Nikolausstiefel, die du perfekt für die Ausrichtung auf das neue Jahr nutzen kannst.

Solltest du dich heute erst anmelden, kannst du morgen einfach im Workbook auf den 6. zurückscrollen und findest dort die Verlinkung.

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5. Dezember

Gedächtnis

Die Gedächtnisleistung von Menschen mit hoher kognitiver Intelligenz ist oft beachtlich und wird gern mit dem Elefantengedächtnis verglichen, da Elefanten nach dem Stand der Forschung nichts vergessen. Oft können wir uns sogar an weit zurückreichende Details erinnern.

Ich persönlich finde das großartig und ich liebe es mich zu erinnern. Für Viele kann das aber auch herausfordernd oder gar eine Belastung sein.* So kann es zu Streitigkeiten kommen, weil das Gegenüber sich nicht erinnert. Oder man ist genervt, weil gefühlt „Alle“ „immer“ nur zu einem selbst kommen und fragen statt „mal selbst drüber nachzudenken“. Dadurch kann das Gefühl entstehen man sei die Auskunft.

*Traumatische Erlebnisse hier einmal ausgenommen, da Sonderfall.

Nikolausaktion

Morgen gibt es ein kleines Geschenk direkt in deinen virtuellen Nikolausstiefel. Wenn du dich heute noch zum Newsletter-Adventskalender anmeldest, nehmen wir dich noch mit auf unsere nächtliche Reiseroute ;) äh ich meine  schicken es dir per Mail)…

>> zur Anmeldung <<

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4. Dezember

Perfektion

Die Grundlage für Perfektionismus sind überhöhte Erwartungen an sich selbst und andere oder fehlende Maßstäbe.

Perfektionismus wird psychologisch als Strategie bezeichnet. Häufig steht dahinter das Bedürfnis etwas zu vermeiden. Dazu zählen zum Beispiel Kritik, Misserfolg, Kontrollverlust.

Perfektion und das Streben danach sind aber zunächst weder positiv noch negativ. Wir dürfen ganz bewusst wählen, wann, warum und wozu wir nach Perfektion streben und ob es schon ungesunder Perfektionismus ist, der uns vor etwas schützen soll.

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3. Dezember

Ideenvielfalt und Erfindsreichtum

Viele Ideen zu haben und Lösungen sowie Erfindungen zu generieren kann sowohl großartig als auch herausfordernd sein. Oft ist hier vor allem ein Bedürfnis nach Überblick und Struktur vorhanden. Wir wünschen uns die Menge an Ideen irgendwie managen zu können. Es scheint aber so, als wären sie niemals alle realisierbar und das kann dazu führen, dass gar nichts umgesetzt wird und die Fähigkeit eher als Fluch bezeichnet wird.

Hier kann es helfen regelmäßig sogenannte Braindumps zu machen, sprich alles aufzuschreiben, was da gerade an Gedanken und Ideen durch den Kopf schwirrt, um sich quasi Luft zu machen. Das gute Gefühl danach, wenn alles festgehalten ist, ist unbezahlbar.

Doch wie damit weiterarbeiten ohne sich zu verzetteln? Hast du dein System dafür schon gefunden oder entwickelst du es noch? Es gibt kein one-size-fits all. Dein System muss deine Bedürfnisse stillen. Finde heraus, welche du hast und prüfe, wie du sie erfüllen kannst.

Willst du das nicht allein, sondern mit Begleitung und im Austausch mit anderen Frauen, denen es ähnlich geht? Dann schau immer mal wieder auf meiner Homepage nach Gruppenangeboten und lies den Newsletter. Aktuell läuft ein Jahresplanungsprogramm – „entspannt 26“ – und ab April gebe ich ein 6-monatiges Programm, in dem wir eure Umsetzungsblockaden so richtig schön transformieren. Alle Infos folgen per Newsletter. Also halt die Augen offen.

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2. Dezember

Abneigung gegen Routinetätigkeiten

Oftmals besteht eine ausgeprägte Abneigung gegen Routinetätigkeiten des alltäglichen Lebens und Arbeitens vor. Dann können alle Aufgaben, die dieser Kategorie zugeordnet werden, als belastend, nervig, anstrengend, sinnvoll, überflüssig empfunden werden.

Die Folge kann Vermeidung sein – sprich wir schieben sie auf beziehungsweise vor uns her. Das wiederum bewerten wir dann als Aufschieberitis oder gleich als Prokrastination. (Dazwischen bestehen Unterschiede, die Mara Pairan in ihrem Blogartikel wunderbar erklärt hat.)

Naja und die Folge davon wiederum – du ahnst es längst – sind nicht erledigte to do-Listen, ein chaotischer Haushalt oder das Gefühl dem Tag hinterher zu laufen.

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1. Dezember

Verarbeitungs­geschwindigkeit

Die Verarbeitungsgeschwindigkeit beschreibt das Tempo unseres Gehirn, mit dem es Informationen verarbeitet. Zum Bereich der Informationen gehören auch sämtliche Reize wie Geräusche, Licht, Temperatur, Gedanken, Körperempfindungen.

Die Gehirne von Menschen mit hoher kognitiver Intelligenz weisen hier ein höheres Tempo auf, als man es bei Menschen mit durchschnittlichem und unterdurchschnittlichem IQ finden kann.

Übrigens weisen alle Menschen mit überdurchschnittlich hohem IQ dieses Merkmal auf! Eine Art Erkennungszeichen

Wichtig zu wissen ist auch noch, dass mit hoher kognitiver Intelligenz eine sogenannte Reizfilterschwäche einhergeht. In Kombination bedeutet das:

Mehr Informationen werden schneller verarbeitet. Die Folge können Gefühle von Überforderung und Überanstrengung sowie körperliche Erschöpfung sein und das fühlt sich dann gar nicht mehr so „schlau“ an.

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